Frühere FachtagungsveranstaltungenTagung des Verbandes der Sporthistoriker am 07. und 8. Juni 2007
Tagung des AK "Sport und Geschichte" des LSB Hessen am 31. Sept. und 1. Okt. 2008Strategien zur Archivarbeit im Sportbereich Eine Tagung des AK „Sport und Geschichte“ des Landessportbunds Hessen (lsb h) befasste sich am 30. Sept. und 1. Okt. 2008 in der Landessportschule Frankfurt mit dem Thema „Strategien zur Archivierung im Sportbereich“.
Tagung des AK "Sport und Geschichte" des LSB Hessen am 29. April 20102. Überregionaler Erfahrungsaustausch zur Archivarbeit im Sportbereich An einer Tagung zum Erfahrungsaustausch über Archivarbeit im Sportbereich nahmen in der Sportschule des Landessportbunds Hessen am 29. April 2010 insgesamt 25 Fachleute aus ganz Deutschland teil. Vizepräsident Professor Dr. Heinz Zielinski eröffnete die Veranstaltung und ermunterte die Teilnehmer, sich weiterhin intensiv für den Ausbau der Archivarbeit zu engagieren. Zielinski warb andererseits um Verständnis, dass dieses Thema im Rahmen des organisierten Sports bisher nicht immer die ihm gebührende Aufmerksamkeit gefunden hätte, auch weil es häufig von aktuellen Fragen überlagert würde.
Tagung des AK "Sport und Geschichte" beim LSB Hessen am 28. April 2011Das Archiv - die beste und sicherste Methode gegen das Vergessen Nach der erfolgreichen Tagung im Vorjahr hatte der Landessportbund Hessen (lsb h) für 2011 zu einer Fortsetzung des überregionalen Erfahrungsaustausches zur Archivarbeit im Sport nach Frankfurt eingeladen. Das Grußwort von lsb h - Präsidiumsmitglied Professor Dr. Zielinski, in dem er die enge Verbindung von Archivarbeit und Sportgeschichte betonte, wurde mit den anschließenden Berichten über „best-practise-Beispiele“ nachdrücklich bestätigt. Ein weiteres Grußwort von Frau Dr. Brigitte Streich, Vorsitzende des Landesverbandes Hessen im Verband der deutschen Archivarinnen und Archivare (VdA), machte deutlich, dass ehrenamtliche Archivarbeit nur in enger Kooperation der Mitarbeiter in den Sportvereinen mit ausgebildeten Archivaren und öffentlichen Archiven gelingen kann. Frau Dr. Streich beschrieb die einzelnen Etappen der Zusammenarbeit und erläuterte in diesem Kontext das „Hessische Modell“ für die Archivarbeit im Sportbereich. Die Teilnehmer an der Tagung wussten aber auch zu würdigen, dass mit Professor Walther Tröger der langjährige Präsident und jetzige Ehrenpräsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) Deutschlands zumindest zeitweise an der Veranstaltung teilnahm und sich anerkennend über die bisher geleistete Arbeit äußerte. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem folgenden Tagungsbericht, für den mit Walter Mirwald ein ehemaliger Mitarbeiter des DOSB verantwortlich zeichnet. Es sind noch dicke Bretter zu bohren, es ist noch viel Arbeit zu leisten, aber es bewegt sich doch einiges im Bereich des Sports auf dem Gebiet der Archivarbeit. Dies ist eine Erkenntnis der Tagung „Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern zur Archivarbeit im Sportbereich“, zu der der Landessportbund Hessen nach Frankfurt eingeladen hatte. Mit 48 Teilnehmern hat sich die Resonanz im Vergleich der ein Jahr zuvor stattgefundenen ersten überregionalen Tagung der Hessen zu diesem Thema nahezu verdoppelt. Das macht Peter Schermer, dem rührigen Vorsitzenden des Arbeitskreises „Sport und Geschichte“ im Landessportbund Hessen, Mut für die Zukunft. Schermer hat mit seinem Team den „Hessischen Weg“ zur Forcierung der Archivarbeit im Sport kreiert. Dieses Modell sieht unter anderem eine Kooperation mit öffentlichen Archiven und professionellen Archivaren vor, die Regionalisierung der Archivarbeit über die Sportkreise, Fortbildung der Archivare und die Erarbeitung von „Mindestkatalogen“. Ziele der Archivarbeit Diese Anforderungskriterien sollen die Vereine anregen, beispielsweise Satzungen, Ehrenordnungen, Protokolle der Vorstandssitzungen und der Mitgliederversammlungen, Haushaltspläne und bedeutenden Schriftverkehr für die Zukunft zu sichern. Zudem geht an die Vereine die Empfehlung, Personalunterlagen, Mitgliederlisten, Festschriften, Vereinszeitungen, Presseberichte mit besonderer Bedeutung sowie Bild-, Film- und Tonmaterialien zu archivieren. In seinem Ausblick nennt Peter Schermer folgende Ziele: die Intensivierung der Archivarbeit in Landessportbünden und Sportverbänden, die Unterstützung der Archivarbeit in den Sportvereinen, die Sensibilisierung von Entscheidungsträgern, den Ausbau der Netzwerkbeziehungen und die Fortsetzung der Tagungen zum Erfahrungsaustausch. Dass sich dieser Austausch lohnt, zeigen die Inhalte der jüngsten Tagung in Frankfurt. Holger Liebsch stellte das deutsche Tanzsportarchiv vor und machte deutlich, was alles auf die Beine gestellt werden kann, wenn engagiert zugepackt wird. Dr. Ernst-Otto Bräunche berichtete über tief greifende Arbeit des Sportarchivs Karlsruhe, das mit den Vereinen eng kooperiert. Dies passiert auch in Frankfurt. Claudia Schüßler vom Institut für Stadtgeschichte informierte vom engen Schulterschluss mit den Vereinen und bot ihre Unterstützung in konkreten Fragen der Archivarbeit an. Am Beispiel des Eintracht-Museums machte Matthias Thoma deutlich, dass die Proficlubs im Fußball ebenfalls vorbildliche Arbeit mit Archivierung und Darstellung leisten. Dass diesbezüglich ein Ruck durch die Sportlandschaft geht, zeigt auch die Initiative des Sportdachverbandes Deutscher Olympischer Sportbund, der auf Beschluss des Präsidiums im Jahr 2009 das „Gedächtnis des deutschen Sports“ auf den Weg gebracht hat. Ulrich Schulze Forsthövel berichtete von der Errichtung eines Verbandsarchivs zur besseren Nutzbarmachung des Schriftgutes und dem Entstehen einer Schriftgutverwaltung. Mittlerweile arbeitet neben Schulze Forsthövel eine weitere Mitarbeiterin an diesem Projekt mit, das von einem ehrenamtlichen Beirat begleitet wird. Einen Motivationsschub für die Sportorganisationen hat die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. – kurz DAGS genannt – gegeben, die im Mai 2003 in Köln gegründet wurde und mit hochkarätig besetzten Symposien das wichtige Thema salonfähig gemacht hat. Der Vorsitzende Dr. Karl Lennartz bedauerte in Frankfurt erneut, dass es nur noch eine handvoll Professoren an den deutschen Hochschulen gibt, die Sportgeschichte unterrichten. Vor zwei Jahrzehnten seien das noch über einhundert gewesen. Lennartz verbittert: „Die meisten Sportstudenten hören während ihres Studiums nichts mehr von der Entwicklung des Faches.“ Umso wichtiger ist es deshalb – so der Tenor bei der lsb h -Tagung in Frankfurt - ,dass das zarte Pflänzchen, das in der Sportlandschaft auf dem Gebiet der Archivarbeit wächst, weiter gehegt und gepflegt wird, denn ein Archiv ist die beste und sicherste Methode gegen das Vergessen. Walter Mirwald |
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