Körperliche Aktivität nimmt sowohl in unserem Berufsleben, als auch in unserer Freizeit einen immer geringeren Stellenwert ein und wird immer weniger als notwendig erachtet. Zahlreiche Studien belegen, dass aus diesem Grund in den letzten Jahrzehnten Zivilisationskrankheiten, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus und Wirbelsäulenschäden ansteigen.
Wenn wir von körperlicher Aktivität sprechen, beinhaltet dies verschiedene Formen von Bewegung. Die Alltagsbewegung lässt sich relativ einfach in das Leben der Menschen integrieren, macht Spaß und fördert soziale Kontakte. Allerdings ist sie eine weiterhin unterschätzte Ressource für Gesundheit und Lebensqualität.
“Sport” wird als eine Untergruppe der “körperlichen Aktivität” bezeichnet, für die die körperliche Leistung, Wettkampf und Spaß charakteristisch sind. Eine Differenzierung zum “Sport” nimmt der “Gesundheitssport” ein. Dieser beinhaltet sportliche Aktivitäten im Rahmen eines Gesundheitssportprogramms, die qualitätsgesichert und an gesundheitlichen Kernzielen orientiert sind.
Gesundheitssportprogramme erzielen nachhaltige Effekte bezüglich der körperlichen Fitness und der psychischen Gesundheit. Doch sind diese individuumsbezogenen Angebote oftmals nicht niedrigschwellig und führen zu einer Selbstselektion der Teilnehmer bezüglich unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, wie Personen mit einem niedrigen Sozialstatus oder Menschen mit Migrationshintergrund.
Ziel der Fachtagung ist die Sensibilisierung für die Potentiale der Ressource “Alltagsbewegung”, sowie die Verbesserung der bewegungsförderlichen Angebotsstruktur und -transparenz auf kommunaler Ebene und Landesebene, um einen Einstieg in Sport und Bewegung für die hessische Bevölkerung aller Altersgruppen und Sozialschichten zu erleichtern. Es handelt sich hierbei um eine Kooperationsveranstaltung des Landessportbund Hessen und dem Hessischen Zentrum für Bewegungsförderung, einem Arbeitsbereich der HAGE e.V.