Gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport setzt der Landessportbund Hessen (lsb h) auch in diesem Jahr das bereits im Jahre 2002 initiierte Landestrainerprogramm fort. Dabei steht die Nachwuchsförderung im Mittelpunkt dieses Programms. „760.000 Euro stellen Landessportbund und Landesregierung für 2006 bereit, die von beiden Partnern je zur Hälfte getragen werden“, machte Lutz Arndt, für den Bereich Leistungssport im lsb h-Präsidium zuständig, in Frankfurt deutlich.
„Erfolge in der Nachwuchsförderung stellen sich nicht sofort ein, sondern sind eher mittelfristig zu erwarten. Deshalb brauchen wir auch beim Landestrainerprogramm einen langen Atem“, bekräftigte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller die Intention der Dachorganisation des organisierten Sportes, in die Zukunft des hessischen Leistungssportnachwuchses zu investieren.
„Das Trainerprogramm ist ein essentieller Bestandteil des Sportlandes Hessen. Nur wenn wir den Nachwuchs auf dem Weg zum Leistungssportler gezielt unterstützen, können wir Spitzensportler hervorbringen und mit den anderen Bundesländern konkurrieren", erklärte Hessens Sportminister Volker Bouffier
15 Sportarten profitieren derzeit vom Landestrainerprogramm, aus dessen Mitteln hessenweit 19 Trainerstellen finanziert werden. Insgesamt beschäftigen die hessischen Sportverbände 30,5 hauptamtliche Landestrainer.
„Das Programm stellt nicht nur einen wichtigen Bestandteil der Förderung des Leistungssports in Hessen dar. Es versteht sich in dieser Form auch als Klammer zwischen Spitzen- und Breitensport“, verdeutlichte Innenminister Volker Bouffier bei der Präsentation des Programms in der lsb h-Sportschule. Denn Vereine und Eltern hätten zunächst die „Hauptlast“ zu tragen, um die jungen Talente heranwachsen zu lassen.
Das Landestrainerprogramm läuft nunmehr im fünften Jahr und soll auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden. „Peking 2008 ist ein großes Ziel", sagte Bouffier und betonte die Bedeutung des Spitzensports für den Breitensport: „Erfolgreiche Sportler sind Vorbilder, die gerade junge Menschen zu sportlichen Aktivitäten motivieren. Das kommt der Jugend zugute, aber auch den Vereinen, die so Mitglieder gewinnen“. Landessportbund-Präsident Dr. Rolf Müller bestätigte diese Auffassung. „Der Landessportbund setzt mit der Fortführung des Programms ein deutliches Zeichen für den Leistungssport“, so Müller in Frankfurt
Erste positive Auswirkungen haben sich bereits beim Abschneiden der hessischen Athletinnen und Athleten in Athen gezeigt. Gemeinsam hoffen Bouffier, Müller und Arndt, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt und unsere hessischen Sportlerinnen und Sportler auch in den nächsten Jahren auf internationalem Parkett für Furore sorgen können.
Werner Hinz/R.W.