Landessportbund
Nicht nur OSP-Leiter Werner Schaefer (l.) freute sich über den Scheck, den Dietrich Stein (2.v.l) und Dr. Sven Matthiesen (r.), beide Frankfurter Sparkasse 1822, überreichten. Auch Caroline Schäfer als eine der frisch gekürten „Eliteschüler des Jahres“ und der Leiter der Carl-von-Weinberg-Schule, Walter Waltemathe, hatten Grund zum Strahlen. Foto: Thomas Rohnke

Olympiastützpunkt Hessen freut sich über Fördermittel der Sparkassen-Finanzgruppe

5.000 Euro für den Weg zur Schule

„Weltmeister werden und den Schulabschluss schaffen“, unter diesem Motto steht das Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe im deutschen Spitzensport. Bundesweit investiert das Finanzunternehmen rund 300.000 Euro pro Jahr, um die Zusammenarbeit von Olympiastützpunkten (OSP) und Eliteschulen des Sports zu unterstützen. Das Verbundsystem am Standort Frankfurt am Main – OSP Hessen, Haus der Athleten und Carl von Weinberg-Schule – erhielt kürzlich aus diesem Budget einen Förderscheck in Höhe von 5.000 Euro.
Die Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt die Eliteschulen des Sports bereits seit 1997. Am OSP Hessen wird sie vertreten durch die Frankfurter Sparkasse. Dietrich Stein, der für die Kommunikation mit den Sportverbänden im Auftrag der Frankfurter Sparkasse zuständig ist, übergab den Scheck an OSP-Leiter Werner Schaefer.
„Mit diesen Fördermitteln finanzieren wir einen großen Teil des täglichen Transports unserer Athleten vom Internat zur Schule“, so Schaefer. Der Shuttleverkehr ist eine wichtige Investition in die Bildung der Sportler, denn er stellt sicher, dass die Athleten die Carl-von-Weinberg-Schule direkt erreichen.
Umso wichtiger ist es für das Verbundsystem, dass in jedem Jahr mit dieser finanziellen Zuwendung gerechnet werden kann. Auf das öffentliche Verkehrssystem können die Sportler jedenfalls nicht zählen, denn zur Otto-Fleck-Schneise im Frankfurter Stadtwald bestehen, außer dem Anschlussbahnhof „Stadion“, keine guten Verkehrsanbindungen. „Ein Zustand, der jedoch die gesamte Otto-Fleck-Schneise betrifft. Auch die Eltern, die ihre Kinder zu den hiesigen Trainingsstätten fahren“, sagt Schaefer. Zumindest die Internatsschüler müssen sich darüber in diesem Jahr keine Sorgen mehr machen.
„Eliteschülerin des Jahres“
Grund zum Feiern haben sie außerdem, weil sie eine „Eliteschülerin des Jahres“ in ihren Reihen wissen: Carolin Schäfer, Juniorenwelt- und Europameisterin im Siebenkampf. Sie erhielt die Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Sparkassen-Finanzgruppe, die 2009 erstmals für eine Athletin innerhalb der Carl-von-Weinberg-Schule vergeben worden ist. „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, wir sind doch insgesamt eine sehr sportstarke Schule“, sagt sie. Werner Schaefer hält hier die besonders gelungene Verbindung von Schule und Leistungssport bei Carolin Schäfer für anerkennenswert.
Im bundesweiten Vergleich „Eliteschüler des Jahres“ schaffte es die 18 Jahre alte Leichtathletin sogar unter die besten sechs Athleten. Damit hatte sie bereits ein Besucherticket für die olympischen Winterspiele in Vancouver sicher. Eine Reise, mit der die besten sechs Sportler beim Bundeswettbewerb „Eliteschüler des Jahres“ für ihre Leis­tungen vom DOSB belohnt werden.
Allerdings wird sie auf dieses Erlebnis verzichten. „Ich muss mich auf meine eigene Saison vorbereiten. Da kann ich nicht so eben mal die Winterspiele ansehen“, sagt Carolin Schäfer. Schließlich habe sie dieses Jahr in Kanada bei den Juniorenweltmeis-terschaften ihren Titel zu verteidigen. „Bestimmt kann jemand anderes für mich nachrücken und wird sich darüber freuen“, sagt die Mehrkämpferin. Eine professionelle und sportliche Einstellung. So, wie man sie von einer Eliteschülerin des Jahres am Standort OSP Hessen erwarten würde.

Yvonne Wagner
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