Mit dem Appell, beim Aufstellen der Haushalte den Investitionsbereich Sport soweit wie möglich vor Kürzungen zu verschonen, hat sich der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, jetzt an die hessischen Kommunen gewandt.
„Wir wissen sehr wohl, dass die finanzielle Lage der Städte und Gemeinden äußerst angespannt ist. Wir empfehlen den Verantwortlichen aber Augenmaß und Weitsicht, bevor sie den Rotstift beim Sport ansetzen. Denn das, was jetzt kurzfristig eingespart wird, wird aller Voraussicht nach die künftigen Haushalte auf der Ausgabenseite erheblich belasten“, sagte Müller vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltsberatungen.
Ob Prävention, Integration oder Sozialisation, der Sport im Verein erfülle gesellschaftlich unverzichtbare Aufgaben. Kinder und Jugendliche fänden im Sport Orientierung, Migranten eine neue Heimat. Unverzichtbar seien auch die Leistungen des Sports im Gesundheitsbereich.
Sportvereine wichtig
Müller wörtlich: „In Zeiten, in denen bis zu 20 Prozent der Grundschüler übergewichtig und motorisch eingeschränkt sind, ist die Arbeit der Sportvereine unverzichtbarer denn je.“ Den Sportvereinen vor Ort empfahl der Präsident des Landessportbundes Hessen, „selbstbewusst und offensiv auf die Kommunalpolitiker zuzugehen“. „Hessens Vereine leisten Unermessliches für ihr Land. Machen Sie deutlich, was Ihr Verein vor Ort alles tut und was er künftig nicht mehr leisten kann, wenn die Unterstützung der Kommune fehlt“, riet Müller den Vereinsvorständen.
Den Kommunalpolitikern empfahl er, „nicht am, sondern durch den Sport zu sparen“ und sportrelevante Haushaltspositionen mit den Sportvereinen abzustimmen. „Ich bin sicher, dass dabei tragfähige Lösungen gefunden werden“, so der lsb h-Präsident abschließend.
Ralf Wächter