





Kooperation der Sportgemeinschaft 1878 Frankfurt Sossenheim e.V. mit Sossenheimer Schulen
Vernetztes Handeln im Sport durch Kooperationen scheint ein erfolgreicher Weg zur Stärkung der Vereine zu sein. Der Landesausschuss Vorschule, Schule, Hochschule beschäftigt sich intensiv mit Fragen der Kooperation, insbesondere in vernetzten Stadtteilen. Ein Paradebeispiel in diesem Zusammenhang besteht in der erfolgreichen Arbeit der SG Sossenheim, die der Aufforderung des Landesausschusses, gelungene Kooperationen mit Schulen zu beschreiben, nachgekommen ist.
Seit nunmehr 11 Jahren leisten die SG Sossenheim und die Henri-Dunant-Schule wertvolle erzieherische und sportpädagogische Arbeit in einem sogenannten sozialen Brennpunkt für die Sossenheimer Kinder!
Der Gesamtverein hat ca. 1400 Mitglieder (darunter 50% Jugendliche unter
18 Jahre) und 14 Abteilungen.
Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe der Tischtennisabteilung finden in der kleinen Turnhalle (max. 8 Tische) der Eduard-Spranger-Schule (Haupt- und Realschule) statt, die unmittelbar im Einzugsgebiet Sozialer Brennpunkte liegt.
Die Tischtennisabteilung trägt seit Jahren intensiv und nachhaltig dazu bei, dass Völkerverständigung und Integration auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen gelebt werden. Belohnt und geehrt wurde dieses Engagement vom Deutschen Tischtennisbund (DTTB) mit dem DTTB-Breitensportpreis 2010.
Gestartet ist man bereits im Jahre 2000 mit dem Ziel, die Zahl der Kooperationspartnerschaften mit umliegenden Grundschulen ständig zu erweitern und zu vernetzen. Dies ist nicht immer einfach, denn letztlich müssen immer erst die Schulleitungen vom Nutzen dieser Maßnahmen überzeugt und die Lehrerschaft zur Mitarbeit im organisatorischen Bereich gewonnen werden. Bei der Robert-Blum-Schule ist dies 2010 erneut gelungen. Das war der Anlass zu überlegen, ob man auf die Schule zugehen und ihr eine Kooperation anbieten soll. Die Schule liegt zwar nicht im Stadtteil Sossenheim sondern im benachbarten Höchst, gehört jedoch zum direkten Einzugsgebiet. Nach der Henri-Dunant-(Grund)Schule und der Eduard-Spranger-(Haupt- und Real)Schule konnte damit die dritte intensive Kooperationspartnerschaft im direkten Einzugsbereich vollzogen werden – und damit ist man immer noch nicht am Ende der Bemühungen, denn mit der Albrecht-Dürer-Schule wird die nächste größere Partnerschaft angestrebt.
Nachdem die Frage der Ansprechpartner geklärt war, ging alles sehr schnell. Ende September 2010 wurde der Schulterschluss zwischen dem Sportbeauftragten der Schule, dem Jugendwart und dem Cheftrainer des Vereins vollzogen. Vereinbart wurde als Einstieg zunächst ein Schnuppertag an den Steintischen im Schulhof im Oktober/November und anschließend ein Ortsentscheid der mini-Meisterschaften als Schulmeisterschaft Ende Januar 2011. Die Organisation der Schnupperveranstaltung auf dem Schulhof im November 2010 war kein Problem, da dort drei Steintische stehen.
Leider hat die Schule aber keine eigene Sporthalle und muss ihren Sportunterricht in benachbarten Hallen anderer Schulen durchführen. Die Robert-Blum-Schule ist dabei Gast bei der TG Höchst. Dort steht Tischtennis aber mangels Material nicht auf dem Programm. Mit Hilfe des langjährigen Partners Henri-Dunant-Schule konnte diese schwierige Situation aber auch gelöst werden. Die Höchster Schülerinnen und Schüler spielten ihren Schul(Orts)entscheid der mini-Meisterschaften im Januar 2011 während der Schulstunden in den kleinen Turnhallen der Henri-Dunant- und Eduard-Spranger-Schule aus. Den etwa 800 m langen Fußweg von der Schule in Höchst zur Halle in Sossenheim organisierten und betreuten die Lehrer/-innen der Robert-Blum-Schule.
Aufbau einen Schul-AG
Ein Quantensprung, der damals allerdings noch nicht als solcher zu erkennen war, war mit finanzieller Unterstützung der Stadt Frankfurt und unter Mitwirkung der Henri-Dunant-Schule (Grundschule) und der Eduard-Spranger-Schule (Haupt- und Realschule) die Einführung einer 90-minütigen Schul-AG Tischtennis im Jahr 2000. Es sollten mit der AG Mädchen und Jungen vorwiegend der 2. bis 6. Klasse erreicht werden, die bisher nicht den Weg in den Sportverein gefunden hatten. Gedacht war insbesondere an ausländische Kinder, denen auf diese Weise eine Integrationsmöglichkeit geboten werden sollte. Die Resonanz war von Anfang an gut. Etwa 20 Kinder, in der überwiegenden Mehrzahl Jungen, nutzten regelmäßig das Angebot.
Eine eigene Mädchengruppe muss sein!
Mit diesem Ergebnis konnte aber niemand zufrieden sein, so dass ab 2006 dazu übergegangen wurde, zwei Kurse von je 45 Minuten für Mädchen und Jungs getrennt anzubieten, was speziell bei den Schülerinnen auf nachhaltige Resonanz stieß.
Damit wurden bei gleichem Aufwand die Gruppen kleiner und auch die Mädchengruppe bestand bis zum Ende des Schuljahres. Für die zumeist zwar bewegungs-interessierten und sportmotorisch begabten jedoch oft wenig konzentrationsfähigen Kinder erwies sich die verkürzte Tischtenniszeit als viel angemessener und attraktiver. Das Angebot nahmen vor allem Kinder mit Migrationshintergrund aus sozial schwachen Familien wahr.
Das Projekt fand die volle Unterstützung der beiden Schulleitungen. Ein
besonderes Ziel der eigenen Mädchengruppe war und ist hierbei, Mädchen mit Migrationshintergrund - vor allem aus muslimischen Elternhäusern - für den Tischtennissport zu gewinnen. Das erwies sich vor dem kulturellen Hintergrund der Mädchen als besonders schwierig.
Dieses Angebot erfreut sich seither eines großen Zuspruchs. Tatsächlich ist es in der Schul-AG 2009/2010 erstmals gelungen, bis zum Ende eine etwa 14 Spielerinnen umfassende stabile Mädchengruppe zusammenzuhalten. Derzeit nehmen regelmäßig etwa 10 Mädchen und 16 Jungen bis zu 12 Jahren in zwei getrennten Kursen teil. Nach dieser Umstrukturierung stellten sich unmittelbar signifikante Erfolge beim Übergang von der Schul-AG in den Vereinsbetrieb ein.
Pausenhof-Tischtennis/Tischtennis Open-Air/Talentsichtung auf dem Schulhof
Erstmals wurde im Jahr 2009 eine Talentsichtung auf dem Schulhof der Henri-Dunant-Schule am dortigen Steintisch durchgeführt. Etwa 40 Kinder nahmen teil. Im Folgejahr 2010 gelang es, auch auf Grund der intensivierten Kooperationen mit inzwischen drei Schulen, insgesamt fast 300 Kinder aus über 10 Nationen an drei Tagen an einem Steintisch sinnvoll mit der Sportart Tischtennis in Kontakt zu bringen. Die Open-Air-Aktionen standen unter dem Motto „Tischtennis geht überall“. Mit dem Chefcoach Markus Reiter wurde auf dem Pausengelände um Punkte und lange Ballwechsel gespielt.
Diese „Events“ haben den Zulauf zu anderen Aktionen und Maßnahmen wie der Schul-AG und den mini-Meisterschaften nachhaltig vergrößert. Auch die Öffentlichkeitsarbeit konnte dadurch intensiviert werden. Zudem nutzte der Trainer diese gute Gelegenheit, bei geringstem Aufwand gezielt nach Bewegungstalenten Ausschau zu halten. Auffällige Bewegungstalente wurden anschließend persönlich über die Schule mit einem Schnupperpass und Abteilungsflyer zu einem Probetraining eingeladen.
Diese Aktionen werden regelmäßig wiederholt. Sie sollen neben weiteren Schulen evtl. auch auf Kindergärten/Horte ausgedehnt werden.
Vereinsmeisterschaft der Kinder der TT-AG Grundschule mit C-Schüler/
-innen des Vereins
Vor dem Hintergrund, dass sehr viele der Schul-AG-Kinder aus der 4. Klasse kamen und anschließend in der Regel die Grundschule verlassen, wurde 2010 erstmals das Schuljahr mit einer Vereinsmeisterschaft für Minis abgeschlossen. Ganz bewusst führte man eine gemeinsame Veranstaltung mit C-Schüler/-innen U11 aus dem Verein und allen Schul-AG-Kindern (A- bis C-Schüler/-innen U15) durch. Damit sollte auch erreicht werden, dass die Kinder sehen, dass sich die Teilnahme am Vereinstraining auszahlt. Gemeinsam hatten einige in der Schul-AG am Anfang des Schuljahres begonnen, aber „wer ins Vereinstraining geht, wird schneller besser!“. Das sollte die Botschaft sein. Beim Turnier zeigte sich dann, dass tatsächlich diejenigen, die im Verlauf des Schuljahres den Weg ins Anfängertraining des Vereins gefunden hatten, nach wenigen Wochen und Monaten fast alle anderen überflügelt hatten.
Für die besten Schul-AG-Kinder, aber auch für die anderen im Verlauf des Turniers aufgefallenen Bewegungstalente, wurden neben Urkunden auch noch Gutscheine für ein mehrwöchiges Schnuppertraining vergeben.
Minimeisterschaften
Seit mehr als 10 Jahren beteiligt sich die SG Sossenheim an den mini-Meisterschaften des Deutschen Tischtennisbundes mit einem Ortsentscheid. Mitspielen dürfen nur Kinder U13, die noch keinem Tischtennisverein angehören und bei noch keinem offiziellen Spiel mitgewirkt haben.
Bis 2009 waren die Henri-Dunant-Schule und die Eduard-Spranger-Schule Partner des Vereins. Ab 2010 kamen dann noch die Robert-Blum-Schule und die Albrecht-Dürer-Schule hinzu. 2011 wurde die Albrecht-Dürer-Schule verstärkt mit eingebunden.
2010/2011 konnte erstmals die Schallmauer von 100 Teilnehmer/-innen am Sossenheimer Ortsentscheid geknackt werden, womit man erneut der teilnehmerstärkste Verein im Wettbewerb war. Beim darauf folgenden Kreisentscheid Frankfurt/Main stellten die Sossenheimer Kinder 40% aller Teilnehmer/-innen und mit 9 Podestplätzen (darunter drei Doppelsiege) auch den Großteil aller Kinder, die sich zum Bezirksentscheid qualifizieren konnten.
Bereits mehrfach haben sich anschließend junge Sossenheimer Nachwuchstalente für den Landesentscheid, die Landesmeisterschaften der minis, qualifiziert.
Klassenmeisterschaft/Schulmeisterschaft/„Beste Klasse“
Die Aktion „Beste Klasse“ wurde im Rahmen der Minimeisterschaften durchgeführt. Dabei gab es je einen Punkt für jede/n Teilnehmer/-in sowie für die Klassensieger 5, die Zweiten 3 und die beiden Dritten je 1 zusätzlichen Leistungspunkt. Diese Aktion sollte ein weiterer Anreiz sein, dass sich möglichst viele Kinder aus jeder Klasse an dem (Schul)Ortsentscheid beteiligen. Die Siegerklassen werden mit einer Urkunde und einer Fotocollage aus „Action-Fotos“ der beteiligten Spieler/-innen im Foyer der Schule öffentlich geehrt.
Das weiterführende Ziel ist, schulübergreifende Mannschaftswettbewerbe mit einem eigenen zentralen Turnier in Kooperation mit der Eliteschule des Sports, der Carl-von-Weinberg-Schule (Goldstein), zu installieren.
Siedlungsmeisterschaft
Mit Unterstützung des Präventionsrates und der Arbeiterwohlfahrt sowie dem Programm „Aktive Nachbarschaft der Stadt Frankfurt“ wurde eine offene Siedlungsmeisterschaft für Kinder und Jugendliche der Dunantsiedlung an den Steintischen auf dem Zentralplatz durchgeführt. Diese Aktion fand auch Eingang in den Bericht des Präventionsrates zur Kriminalprävention. Das Besondere war, dass dieses Turnier im Wesentlichen von jungen Vereinsspielern (U18) mit Migrationshintergrund durchgeführt wurde. Es wurde mit etwa 30 Teilnehmer/-innen sehr gut angenommen und war ein großer Erfolg.
Familienturnier/Tag der offenen Tür
Die Einbindung der Eltern in die sportlichen wie gesellschaftlichen Vereinsaktivitäten ist ein wichtiger Bestandteil der Sossenheimer Nachwuchsarbeit. Bereits seit einigen Jahren gibt es bei der SGS ein Vorgabeturnier, das sich nicht nur an Mitglieder, sondern vor allem auch an Freunde und Bekannte richtet. Es handelt sich um eine echte Breitensportveranstaltung. 2008 wurde diese Aktion auch auf Familien ausgeweitet, mit dem Ziel, die Eltern und Verwandten der bei der SGS spielenden Kinder verstärkt für Tischtennis zu interessieren. Zudem wollte man durch diese Veranstaltung die Familien der Schüler/-innen bei einem gemeinsamen Wettbewerb – es gibt einen Familienpokal zu gewinnen – besser kennenlernen und so weiter an den Verein und seine Strukturen heranführen und binden. Es handelt sich um eine offene Veranstaltung für Mitglieder und Nichtmitglieder jeden Alters. Es nahmen und nehmen hier neben den Familienangehörigen auch Klassenkameraden und Klassenkameradinnen, Freunde und Bekannte teil. Zuletzt konnten im November 2010 14 Eltern-Kind-Mannschaften und etwa 40 Teilnehmer/-innen begrüßt werden. Eine gelungene Veranstaltungsidee, zumal die Zahl der teilnehmenden Familienmannschaften seit der Premiere 2008 kontinuierlich gestiegen ist.
Schnupperkurs
Dieser kostenlose 8 Einheiten umfassende Kurs gehört zum festen Programm, um die Kinder der Schul-AG auf der einen und die über die mini-Meisterschaften zusätzlich geworbenen Schüler/-innen auf der anderen Seite gezielt anzusprechen und an den Verein binden zu können. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 8 begrenzt. Es wird versucht, die Kurse jeweils unter ein Motto zu stellen. Zuletzt wurde mit Unterstützung des Präventionsrates der Stadt Frankfurt ein Kurs unter das Motto „Gewaltprävention“ gestellt. An diesen Kursen nahmen 2010 insgesamt etwa 20 Kinder im Alter von 8-12 Jahren teil.
Vereinsoffenes Training für Minis
Einmal wöchentlich bietet der Verein ein offenes Nachwuchstraining für Nichtmitglieder aus den Partnerschulen an. Hierbei wurde in Zusammenarbeit mit dem Sozialrathaus Höchst der Schwerpunkt gesetzt, besonders benachteiligte Kinder (Behinderte, Migranten) zu fördern. Diese entsprechend sehr gemischte Gruppe wird neben dem Cheftrainer auch von einem Diplom-Pädagogen geleitet, der selbst Spieler des Vereins ist und hauptberuflich in einer Behinderteneinrichtung arbeitet.
Vielschichtiges umfangreiches Trainings- und Betreuungsangebot
Mit drei Trainingstagen (Mo, Mi, Fr) pro Woche, 5 Trainingsgruppen (für Einsteiger, für spezielle Zielgruppen im Rahmen von sozialen Projekten, sowie Training für Mannschaftsspieler/-innen; im Aufbau befindet sich aktuell eine eigene Schülerinnengruppe) sowie einer Schul-AG ist das Angebot für den Nachwuchs sehr breit und vielschichtig ausgelegt. An zwei Tagen wird das Training von einem A-Lizenz-Trainer geleitet. Der dritte Trainingstag ist der Wettkampftag für die Mannschaften, wird aber auch für Individualtraining genutzt. Das Training wird hier von Jugendwart Klaus Deigert und mehreren Co-Trainern geleitet.
In den Schulferien finden regelmäßig 1-3-Tage-Trainingslehrgänge mit zweimal 2,5-Stunden Training pro Tag für interessierte Spieler/-innen und zum intensiven Aufbau der Anfänger/-innen statt.
Viel Wert wird auf eine gute Betreuung bei den Punktspielen und Einzelwettkämpfen gelegt. Das durch die verschiedenen Maßnahmen aufgebaute Vertrauensverhältnis wird neben den rein sportlichen Aspekten durch das gemeinsame Erleben weiter vertieft.
All diese vielfältigen Maßnahmen der SG Sossenheim führten dazu, dass die Abteilung Tischtennis in den letzten 15 Monaten mit über 20 Neuzugängen im C/B-Schüler-Alter, Mädchen wie Jungen, einen Boom bei den Kindern U14 verzeichnete. Das entspricht einer Verdoppelung der Mitgliederzahlen im Nachwuchsbereich. Die Schattenseite dieses Ansturms ist, dass man trotz dreier Trainingstage und fünf Trainingsgruppen an räumliche Kapazitätsgrenzen gestoßen ist.
Auch die sportlichen Erfolge unterstreichen das Sossenheimer Konzept. Neben diversen Meisterschaften auf Kreisebene konnten sich einige Spielerinnen und Spieler auf Landesebene in die Spitze spielen. Als Hessensieger der Altersklasse 2 vertrat Peter Tran, der erst etwa ein halbes Jahr in der SG Sossenheim ist und über die Schul-AG zum Tischtennis gekommen ist, das Land Hessen beim Bundesfinale der besten jeweils 20 Jungen und Mädchen in Bingen. Hier kämpfte er sich bis auf Platz 3 vor. Ein einmaliges Ergebnis in den Reihen der Tischtennisabteilung der SG Sossenheim.
Die vielen verschiedenen breitensportlich und integrativ ausgelegten Maßnahmen in Kooperation mit unseren Partnern, den Schulen, den verschiedenen Sozialträgern und der Stadt Frankfurt am Main werden in Sossenheim auch zukünftig weitergeführt und ausgebaut. Nur ein möglichst dichtes stadt(teil)weites Netz erlaubt es, möglichst viele Kinder und Jugendliche auf- und einzufangen und ihnen die Integration mit Hilfe des Sportes in unsere Gesellschaft zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.
Fragt man die Verantwortlichen aus Schule (Dagmar Raimann, Ulrich Grünenwald) und Verein (Bernd Flade, Dr. Jürgen Faik, Klaus Deigert, Herbert Oltsch, Trainer Markus Reiter) nach den Erfolgssbedingungen der Kooperation, so stellt sich heraus, dass
• Konzeptionelles vielseitiges und vernetztes Handeln von Eltern, Schulen und Sozialbehörden (Sozial- und Jugendamt) eine Grundlage des Erfolgs darstellt,
• Präsenz im Stadtteil und intensive regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar ist,
• eine stabile Finanzierung durch das Ausschöpfen von verschiedenen Töpfen angestrebt werden muss,
• Regeln, Rituale und konsequentes Handeln im Training und im alltäglichen Umgang miteinander praktiziert wird,
• vielseitig belastbare Trainer und Betreuer mit Durchsetzungsvermögen die Maßnahmen umsetzen und
• Ausdauer bei der Projektumsetzung, eine gesunde Härte gegen sich selbst und eine Menge Idealismus dazu gehören.
Die wichtigste aller Bedingungen besteht aus Sicht des Autors allerdings in der hervorragenden vernetzten Teamarbeit, die in Sossenheim praktiziert wird. Voller Überzeugung arbeiten Schulleitungen, Vereinsvorstand, Trainer, und Ehrenamtliche aktiv am gemeinsamen Ziel, die Kinder auf allen gesundheitsrelevanten Ebenen (physisch, psychisch und sozial) zu fördern.
Wir bedanken uns bei der SG Sossenheim für ihre einzigartige Stadtteilarbeit und wünschen weiterhin viel Erfolg und allen Beteiligten auch zukünftig denselben Enthusiasmus, den sie in der Vergangenheit hatten.
Dr. Frank Obst