Landessportbund
Die hessische Delegation um lsb h-Vizepräsident Ralf-Rainer Klatt (3.v.l.), freute sich in Berlin über die Anerkennung für das hessische „Starthelfer-Projekt“. Foto: Petra Schlachter
Gesprächsrunde: von Wolf-Dieter Poschmann (r.) locker moderiert, stellten (v.l.n.r.) „Starthelfer“ Klaus Pannek, Projektverantwortliche Anna Koch und Projektpatin Cornelia Hanisch den hessischen Weg für ein gesundes Sporttreiben im Alter vor. Foto: Jörg Obernolte
ZDF-Moderator Wolf-Dieter Poschmann im Gespräch mit dem Projektpaten Franz Müntefering. Foto: Jörg Obernolte

Abschlusstagung „Bewegungsnetzwerk 50 plus“ in Berlin – Teilprojekt aus Hessen vorgestellt

Anerkennung für Hessens Bewegungs-Starthelfer

Auf Einladung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Landessportbundes Hessen (lsb h) an der Abschlusstagung des Projektes „Bewegungsnetzwerk 50 plus“  Ende vergangenen Jahres in Berlin teil. Unter dem Titel „Gesund im Alter durch Sport und Bewegung“ wurden dort vor etwa 150 Gästen aus Sport, Politik und Gesellschaft die Ergebnisse aller sieben Teilprojekte aus den letzten beiden Jahren vorgestellt.
Gleich zu Beginn wurde das Projekt „Bewegungs-Starthelfer“ des Landessportbundes Hessen präsentiert. In einer lockeren, amüsanten aber dennoch gehaltvollen Talkrunde sprachen die Projektverantwortlichen Dr. Franz Nitsch, Netzwerkpartner und Vorsitzender des Sportkreises Marburg, Klaus Pannek, Bewegungs-Starthelfer aus Seligenstadt und Projektverantwortliche Anna Koch mit ZDF-Moderator Wolf-Dieter Poschmann über das Projekt und die Erfahrungen während der Projektlaufzeit. Prominente Unterstützung erhielten sie von Projektpatin und Schirmherrin Cornelia Hanisch, der ehemaligen Olympiasiegerin im Fechten.
Die Präsentation machte dabei deutlich, dass der lsb h mit seinen „Bewegungsstarthelfern“ ein durchaus richtungsweisendes Modell entwickelt hat. So äußerten sich andere Landesverbände, zum Beispiel Niedersachsen, begeistert und wollen das Modell in die eigene Arbeit einbauen.
Das Projekt stieß in beiden hessischen Modellregionen auf eine hohe Resonanz. So konnten 34 Bewegungs-Starthelferinnen und -Starthelfer in Stadt und Kreis Offenbach sowie im Landkreis Marburg-Biedenkopf ausgebildet werden. Sie konnten dabei rund 150 sportabstinente Menschen über 50 Jahren für das Thema Bewegung und Gesundheit sensibilisieren und erfolgreich in Bewegungsangebote vermittelten.
„Die Erfahrungen mit den Bewegungs-Starthelfern im lsb h zeigen, dass sich weitere Module, Spezifizierungen und Ableitungen dieser Qualifizierungsform nahezu aufdrängen, um noch mehr ‚Nicht-Beweger‘ in allen Bevölkerungsschichten erreichen zu können“ so lsb h-Vizepräsident Ralf-Rainer Klatt in Berlin. „Wir werden den ‚Starthelfer–Gedanken‘ in jedem Fall weiterhin im lsb h verankern und auf weitere Sportkreise ausweiten“, blickt Klatt optimistisch in die Zukunft und unterstreicht damit das Potential, dass diese Form der Ansprache und Begleitung bisher „sportferner“ Menschen hat.
Die stetige Erweiterung der Netzwerke und Intensivierung der Netzwerkarbeit, die der lsb h seit Jahren forciert und von Ralf-Rainer Klatt mit in die Diskussion eingebracht wurde, wird auch vom ehemaligen Bundesminister Franz Müntefering, einer der Projektpaten, hervorgehoben. „Die intensive Einbindung und Beteiligung der Kommunen und Landkreise in Projekte des organisierten Sports wie das ‚Bewegungsnetzwerk 50 plus‘ und das Veranstalten gemeinsamer Aktivitäten unter dem Motto ‚Starker Sport – starke Städte und Gemeinden‘, wie es die ‚hessische Linie‘ vorsieht, ist für die Zukunft von großer Bedeutung“, unterstrich Müntefering in Berlin.

Anna Koch
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