Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist der Präsident des Hessischen Fußballverbandes, Rolf Hocke (69, Wabern), ausgezeichnet worden. Hocke, gleichzeitig seit 1988 Vizepräsident des Landessportbundes Hessen e.V., erhielt das Bundesverdienstkreuz für seine langjährigen und vielfältigen Verdienste um den Fußballsport. Die Auszeichnung wurde von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier im Auftrag des Bundespräsidenten in feierlichem Rahmen vor geladenen Gästen in Grünberg überreicht.
„Der Fußball ist immer ein prägendes Stück ihres Lebens gewesen. Durch unterschiedlichste Funktionen sind sie seit mehr als drei Jahrzehnte untrennbar mit dem Fußball, aber auch mit dem Breiten- und Spitzensport im Allgemeinen in unserem Land verbunden“, würdigte der Ministerpräsident den Geehrten. Zudem erinnerte Bouffier in seiner Laudatio an die erfolgreiche Mitarbeit im jeweiligen Organisationskomitee der Weltmeisterschaften 2006 (Männer) und 2010 (Frauen) und wies darauf hin, dass unter der Leitung von Hocke das DFB-Integrationskonzept erarbeitet und in den Landesverbänden umgesetzt wurde
Nicht nur das: In seinen mehr als 40 Jahren Engagement im Ehrenamt habe sich Rolf Hocke als Pädagoge, Psychologe, Sozialarbeiter, Seelsorger, Vermittler und Feuerwehrmann einen Namen gemacht, waren sich alle Laudatoren einig.
Chef-Diplomat
Landessportbund-Präsident Dr. Rolf Müller formulierte dies so: „Rolf Hocke ist ein Garant der Zuverlässigkeit mit einem ausgesprochen hohen Pflichtgefühl. Außerdem ist er unser Chef-Diplomat für besonders schwierige Aufgaben“.
Erster Gratulant war der Präsident des Deutschen Fußball- Bundes, Dr. Theo Zwanziger. „Hocke hat den Fußball vorbildlich gelebt“, sagte der Jurist aus Altendiez und lobte besonders die große Überzeugungskraft sowie das immer offene Ohr für den Amateurfußball des ehemaligen Torhüters des KSV Hessen Kassel und heutigen HFV-Präsident und DFB-Vize. „Hier spürt die Basis, dass sie nicht das letzte Rad am Wagen ist.“ Zu den Spezialgebieten des Nordhessen, das wurde während der Verleihung deutlich, gehören die Integration sowie die sozial- und gesellschaftspolitische Komponente des Sportes. „Es ist sein Werk, dass wir diesen Bereich beim DFB aufgebaut haben“, sagte Theo Zwanziger.
Erste Schritte im Ehrenamt unternahm Rolf Hocke als Übungsleiter beim TSV 1900 Wabern, wurde dann dessen Vorsitzender und stand schließlich dem ehemaligen Sportkreis Fritzlar-Homberg vor.
Von 1990 bis 1997 war der Vater einer Tochter Vizepräsident des Hessischen Fußballverbandes, den er seit November 1997 verantwortlich führt.
Dank an Familie
Beim Deutschen Fußball-Bund bekleidet der Vizepräsident seit Kurzem das Ressort Recht und Satzungsfragen.
Hockes ausdrücklicher Dank galt seiner Frau Renate und seiner Tochter Johanna: „Man braucht die Akzeptanz seiner Familie“. Ohne diesen Rückhalt sei ehrenamtliches Engagemen nur schwer möglich.
Dr. Anne Lange, Lothar Schattner, rw