Landessportbund
Austausch zum Thema „Sport“: Nancy Faeser, Thorsten Schäfer-Gümbel und Dr. Rolf Müller (vorne, v. l.) sowie Günther Rudolph. Rolf Hocke, Lutz Arndt und Prof. Dr. Heinz Zielinski (hinten, v. l.). Foto: Ralf Koch

Meinungsaustausch: Landessportbund trifft sich mit Mitgliedern der SPD-Landtagsfraktion

Sport braucht Planungssicherheit

Der organisierte Sport in Hessen braucht – gerade vor dem Hintergrund seiner gesellschaftsrelevanten Aufgaben – Planungssicherheit. Die Einführung eines „Bodens“, also eines garantierten Mindestbetrags für den Landessportbund Hessen e.V. ist daher sinnvoll. Diese Auffassung haben jetzt Vertreter der SPD-Landtagsfraktion in einem Gespräch mit Präsidiumsmitgliedern des Landessportbundes Hessen in Wiesbaden vertreten.  Weitere Inhalte des Gesprächs waren auszugsweise die Themen Schulentwicklung/G8, der Glücksspielstaatsvertrag und die Sportförderung vor Ort.
Dass der Sport im Landtag Partei übergreifend als „wichtiges Gut“ angesehen wird, machte zu Beginn des Gespräches SPD-Fraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel deutlich. Seitens der SPD nahmen weiterhin der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Günter Rudolph, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Innenpolitische Sprecherin Nancy Faeser und der Leiter des Parlamentsreferats „Innen und Recht“, Ralf Sturm, teil.
Der Landessportbund wurde durch Dr. Rolf Müller (Präsident), die Vizepräsidenten Rolf Hocke, Lutz Arndt und Prof. Dr. Heinz Zielinski sowie Hauptgeschäftsführer Ralf Koch vertreten.
Sorge bereitet den Sozialdemokraten und den lsb h-Vertretern der Rückgang kommunaler Sportförderung, der vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage mancher Gemeinde zu beobachten ist. Dies, obwohl die Sportförderung zu den kommunalen Pflichtaufgaben gehört. Die Situation als solche, drüber war man einig, müsse im Auge behalten werden.
Schulentwicklung
Auch das Thema Schulentwicklung/G8 soll auf der Tagesordnung der Sozialdemokraten bleiben. Dabei hat der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion deutlich gemacht, dass die Schulzeitverkürzung in ihrer derzeitigen Form mit der SPD keine Zukunft habe. Daneben wiesen die sozialdemokratischen Gesprächspartner auf das von der SPD entwickelte Modell für Ganztagsschulen hin. Auch hierbei müsse ein Weg gefunden werden, ein Engagement von Jugendlichen im Sportverein zu ermöglichen. Denkbar sei ebenfalls, eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 zu schaffen.
Wie wichtig die Kooperation zwischen Schule und Verein in diesem Kontext ist, wurde von den Vertretern des Sports verdeutlicht. Zu dieser Kooperation gebe es keine Alternative. Ein Drittel aller hessischen Sportvereine arbeite bereits mit Schulen vor Ort zusammen. Der Landessportbund forciere in diesem Zusammenhang gemeinsam mit der Sportjugend Hessen die Ausbildung von „Übungsleitern im Ganztag“. Unabhängig davon fordert der Landessportbund den Schulschluss um 16 Uhr. Dies wird von der SPD mitgetragen.  Zum Thema Schule als solchem, so wurde vereinbart, wollen sich SPD und Landessportbund in einem weiteren Termin austauschen.
Letztlich bildeten die Neufassung des Glücksspielstaatsvertrags  und die Information über die Reform der Sportkreise im Landessportbund weitere Themen des Gesprächs in Wiesbaden.

R. Koch/R. Wächter
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