Landessportbund

Dr. Rolf Müller und Juliane Kuhlmann:

Soziale Ausgrenzung von Kindern verhindern

„Die soziale Ausgrenzung von Kindern von Geringverdienenden und Hartz IV-Empfängern muss verhindert werden. Es darf nicht sein, dass dem Nachwuchs die Möglichkeit zur Mitgliedschaft im Sportverein genommen wird, weil die Eltern den Vereinsbeitrag nicht aufbringen können“.

Das haben der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, und die Vorsitzende der Sportjugend Hessen und lsb h-Vizepräsidentin, Juliane Kuhlmann, jetzt in Frankfurt erklärt. Müller und Kuhlmann forderten Kommunen und Sportvereine auf, gemeinsam an tragfähigen Modellen zur Kostenübernahme für diese Kinder zu arbeiten.
Schließlich, so der Präsident und die Vizepräsidentin, würden alle Beteiligten von einer gemeinsamen Lösung profitieren. Die Kommunen, weil den Kindern im Verein ein positives soziales Umfeld geboten und die Gefahr zu sozialer Auffälligkeit verringert werde. Die Sportvereine profitierten, weil sie so neue Mitglieder binden könnten. Dies sei mit Blick auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung und dem durch die Ganztagsschule zu erwartenden Mitgliederrückgang im Kinder- und Jugendbereich eine kluge Investition in die Zukunft.
Letztlich und vor allem profitierten die Kinder, weil sie im Verein Anerkennung erfahren und damit über die Tatsache hinweg getröstet würden, dass mit 3,90 Euro (soviel sieht Hartz IV bspw. für Fünfjährige pro Monat vor) seitens der Eltern keine erfüllende Freizeitgestaltung erfolgen könne, so Müller und Kuhlmann abschließend.

Ralf Wächter
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