Der OSP - was ist das?
Der OSP (Olympiastützpunkt
Hessen im Landessportbund Hessen e. V.) ist eine
Dienstleistungseinrichtung im Rahmen der Spitzensportförderung des
Deutschen
Olympischen Sportbundes (DOSB).
Er besteht seit 1988 und ist seit 1992 in der Trägerschaft des
Landessportbundes Hessen e.V. Seit 2000 hat er seine Zentrale in
unmittelbarer Nähe der Commerzbank Arena im
Gebäude des Landessportbundes Hessen e.V.
Leistungsspektrum
Das Serviceangebot des OSP steht den olympischen
Spitzenverbänden und seinen Bundeskaderathletinnen und -athleten zur
Verfügung, davon 9 in Form der so genannten
Schwerpunktbetreuung.
Es umfasst u.a. die sportmedizinische Versorgung (in Zusammenarbeit mit dem
Sportmedizinischen Institut Frankfurt), die sportphysiotherapeutische
(sowohl in der OSP-Zentrale als auch in den Trainingsstätten vor Ort), die
trainingswissenschaftliche und biomechanische leistungsdiagnostische
Betreuung sowie die Karrierekoordination für Athletinnen und Athleten,
sprich Laufbahnberatung und Umfeldmanagement, die Ernährungsberatung,
sportpsychologische Betreuung u.a.m.
Zum erweiterten Angebot gehört die Wohnmöglichkeit im Sportinternat "Haus
der Athleten". Der OSP kooperiert mit der Carl-von-Weinberg-Schule in
Frankfurt-Goldstein, der "Partnerschule des Olympiastützpunktes
Hessen". Im Verbundsystem gehören das Internat, die
Partnerschule und der OSP zu den 36 so genannten "Eliteschulen" des Sports
in der Bundesrepublik Deutschland, die vom Initiativkreis Sport und
Wirtschaft gefördert werden.
Zielgruppe
Im regionalen Einzugsbereich werden derzeit ca. 250 Bundeskaderathletinnen
und Athleten aus ca. 20 Sportarten betreut.
Darüber hinaus nutzen 9 olympische Spitzenverbände mit mehr als 350
Kadersportlern aus ihren Nationalmannschaften die national herausragende und
international beachtete Betreuung, insbesondere in den Bereichen
Trainingswissenschaft und Sportmedizin/Physiotherapie, z.B. die
Nationalkader Hockey, Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolin,
Bahnradsport, Ringen griechisch-römisch, Schießen, Tischtennis, Volleyball
sowie aus der Leichtathletik die Disziplinen Weitsprung, Dreisprung,
Hammerwurf und Mehrkampf.
In der offiziellen Wirkungsanalyse des Bereiches Leistungssport des
Deutschen Sportbundes zählt die Betreuungsqualität des OSP
Hessen zu den drei wichtigsten Stützpunkten Deutschlands.
Dazu stehen die Einrichtungen des OSP Hessen häufig
auf den Besuchsplänen nationaler und internationaler Gäste des Deutschen
Sportbundes, des Bundesministeriums des Innern und für Sport und des
Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland.
Aktuelle Aufgaben
Der Olympiastützpunkt Hessen arbeitet derzeit mit 13
hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ca. 15 Honorarkräften.
Durch die seit langem bestehende und bewährte enge Kooperation zwischen dem
Olympiastützpunkt Hessen und dem Referat
Leistungssport unter dem Dach des lsb h wird in der Förderung und Betreuung
von den Nachwuchskaderathleten/-athletinnen bis hin zu
Olympiateilnehmern/-teilnehmerinnen eine lückenlose Versorgung des
hessischen Leistungssportpotenzials ermöglicht. Das ist bundesweit einmalig
und hat Vorbildcharakter.
Aufgrund der Trägerschaft für den OSP Hessen verfügt
der lsb h über anerkanntes und fachlich qualifiziertes Personal sowie eine
hochwertige apparative Ausstattung zur Erfüllung der durch den DSB/Bereich
Leistungssport und die Fachverbände an ihn gestellten Aufgaben.
Die Nominierungsergebnisse für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004
in Athen belegten deutlich, welche Fortschritte im hessischen Leistungssport
in den vergangenen 8 - 10 Jahren trotz der starken innerdeutschen Konkurrenz
erzielt werden konnten: 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13
Spitzenverbänden und 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Paralympics
2004 wurden durch den OSP Hessen in der Region
betreut. Bei insgesamt 452 nominierten deutschen Teilnehmern eine
hervorragende Quote. Eine OSP-Medizinerin aus dem Sportmedizinischen
Institut und zwei OSP-Physiotherapeuten unterstützten das deutsche Team in
Athen.
Von den 34 hessischen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmern haben 23
Plätze zwischen 1 und 10 belegt, 13 waren an Medaillen beteiligt, das ist
ein stolzes Ergebnis. Während von der 452 Aktiven starken deutschen
Mannschaft nur 55 Prozent Endkampfplätze belegten, haben die Hessen mit 70
Prozent eine erstaunliche Quote erzielt. Besondere Freude hat natürlich das
Hockey-Gold der Damen bereitet, an dem drei Hessinnen partizipierten. Sehr
erfreulich aus hessischer Sicht ist auch, dass sich zahlreiche gute junge
Leute bei Olympia bewiesen haben. So beispielsweise die fröhliche Vierte im
Hammerwerfen, Betty Heidler, mit ihren zwei Rekordwürfen, die anderen
Junioren Kamghe Gaba, Till Helmke sowie der erst 16 Jahre junge Fabian
Hambüchen im Turnen und der talentierte Schwimmer Helge Meeuw, sämtlich
Athleten mit großer Perspektive.
Aus den genannten Gründen ist der Olympiastützpunkt Hessen
mit dem Abschneiden des Hessenteams bei den
Sommerspielen von Athen hochzufrieden.
Sponsoren
Die vielfältigen Aufgaben und Arbeitsbereiche des OSP Hessen
werden durch Gelder der Öffentlichen Hand finanziert:
- Bundesministerium des Innern
- Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
- Stadt Frankfurt am Main
- Landessportbund Hessen e.V.
- Frankfurter Sportstiftung
Desweiteren konnten bis heute folgende bedeutende
Wirtschaftsunternehmen gewonnen werden. Diese unterstützen den
Olympiastützpunkt mit finanziellen und materiellen Hilfen, um die Betreuung
mittel- und langfristig sicherzustellen:
Werner Schaefer
OSP-Leiter
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