Lsb h-Vizepräsident Dr. Rolf Müller fordert Neuorganisation des Bildungswerkes
Absage an Volkshochschule der Sportbewegung
Nach Ansicht des Vize-Präsidenten des Landessportbundes Hessen (lsb h), Dr. Rolf Müller, muß das lsb h-Bildungswerk nach dem Sportbundtag im Oktober 1997 auf neue Füße gestellt werden.
In Frankfurt sagte Müller, angesichts des wachsenden Zuschußbedarfs des Bildungs-werks durch den Isb h und der Tatsache, daß 35.000 Bürger, die keinem Sportverein angehörten, die Bildungseinrichtung in Anspruch nähmen, müßten Gedanken der Neuorientierung auf die Tagesordnung des nächsten Präsidiums gesetzt werden.
Wir können es uns nicht längern leisten, Bildungsangebote durch den Landessportbund selbst, das Bildungswerk und die Sportjugend anzubieten. Hier muß eine Konzentration unter einer gemeinsamen Bildungskonzeption erfol-gen, sagte Rolf Müller.
Das Bildungswerk dürfe keine Volks-hochschule in der Sportbewegung sein, son-dern müsse sich auf seine ursprüngliche Funk-tion beschränken, eine Bildungseinrichtung des organisierten Sportes in Hessen zu sein.
Während der Isb h angesichts zurückgehender Sportförder-Leistungen des Landes und in den Kommunen wichtige Aufgaben kompensieren müsse, könne er nicht zugleich wachsende finanzielle Ansprüche des Bildungswerkes befriedigen.
Es gibt zwei klare Konzeptionen für die Zukunft des Bildungswerkes: Die Verselbstän-digung unter dem System einer sogenannten Profit-Organisation mit Unterstützung des lsb oder eine einheitliche Bildungsorganisation unter dem Dach des lsb h. Darüber werden wir mit einem neuen Bildungswerkvorsitzenden nach dem Sportbundtag zu entscheiden haben, sagte Rolf Müller.