Landessportbund

13.02.98

Bildungsurlaubsgesetz

Rabenschwarze Woche für das Ehrenamt

Als eine rabenschwarze Woche für das Ehrenamt in Hessen hat der Präsident des Landessportbundes Hessen e.V. Rolf Müller die gescheiterte Aufnahme der Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter in das Hessische Bildungsurlaubsgesetz bezeichnet.

 

Müller, der alle Organisationen im kulturellen, sozialen und kirchlichen Bereich zu einem gemeinsamen Protest bewegen will, kündigte an, daß die berechtigte Forderung, die Förderung ehrenamtlicher Arbeit als dritte Säule des Bildungsurlaubes zu verankern, selbstverständlich auf der Tagesordnung bleiben werde.

 

Allerdings werde das Scheitern der Bildungsurlaubsgesetzes-Novelle noch von dem Tohuwabohu übertroffen, das die Grünen-Ministerin Nimsch angerichtet habe.

 

Wir fühlen uns ziemlich auf den Arm genommen, daß Ministerin Nimsch erst großartig ein Ehrenamtsgesetz ankündigt und es dann kleinlaut wieder einsammelt, sagte Müller.

 

Die ehrenamtliche Kultur in Hessen, die Tag für Tag in Sport- und Kulturvereinen, bei den Freiwilligen Feuerwehren, in kirchlichen und sozialen Einrichtungen praktiziert werde, sei kein beliebiger Spielball, sondern der soziale Kitt in einer Gesellschaft abnehmender helfender Bereitschaft.

 

Bürgerliches Engagement bedürfe der handfesten Unterstützung durch politisch Handelnde und dürfe kein Wechselbad von Ankündigung und Abwinken sein, sagte lsb-Präsident Rolf Müller abschließend.

 


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