Landessportbund

25.06.98

Landessportbund Hessen - Präsident Dr. Rolf Müller stellt klar:

Der Schulsport kann nicht den Übungsleitern übertragen werden

Schulsport ist eine staatliche Aufgabe, und er muß es auch bleiben. Diese klare Aussage hat Dr. Rolf Müller, Präsident des Landes-sportbundes Hessen (lsb h), in Wiesbaden getroffen. Damit erteilte Müller allen Bestre-bungen, offiziellen Schulsportunterricht Ver-eins-Übungsleitern zu übertragen, eine deut-liche Absage. Im Unterschied zu den Vereinsangeboten erreicht der Schulsport alle Schülerinnen und Schüler in unserem Land. Daraus ergeben sich für den Schulsport natürlich neben be-sonderen Chancen auch besondere Ver-pflichtungen, urteilte der Präsident der mit 2,1 Millionen Mitgliedern größten Bürgerver-einigung Hessens. Im Verhältnis zum Vereinssport habe der Schulsport vor allem den Vorteil, daß er eine ungeheuer prägende Wirkung erreichen kann. Dabei sei sich der organisierte Sport durchaus darüber im klaren, daß diese prägende Wirkung im wesentlichen von der Vorbildfunktion der Sportlehrer/-innen abhänge. Wir wissen, daß nur dort, wo eine Identifikation stattfindet, Schüler auch nachhaltig zum Sporttreiben angeregt werden. Die Wechselwirkung zwischen einem guten Schulsportangebot und dem Interesse der Kinder und Jugendlichen am Vereinssport liegt damit auf der Hand. Der Landessportbund Hessen jedenfalls hat die Erfahrung gemacht, daß überall dort, wo engagierte Sportlehrer/-innen einerseits in der Schule, andererseits in einem Verein tätig sind, die Kooperation zwischen Schule und Verein hervorragend im Interesse der Kinder und Jugendlichen funktioniert. Müller verwies in diesem Zusammenhang auf verschiedene Programme und Projekte einer erfolgreichen Kooperation von Schulen und Vereinen in Hessen, die es weiterzuentwickeln gelte. Daß aber in der letzten Konsequenz der Schulsportunterricht durch Übungsleiterinnen und Übungsleiter durchgeführt werde, könne, bei allem Verständnis für die ernste Lage der Haushalte, nicht Gegenstand von Diskussionen sein.


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