Landessportbund

25.03.98

Hessischer Landkreistag empfiehlt, bei geplanten Einstellungen ehrenamtliches Engagement positiv zu berücksichtigen – lsb h:

Kleiner aber wichtiger Schritt hin zur Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit

Der Landessportbund Hessen (lsb h) begrüßt das Signal des Hessischen Landkreistages zur Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit. Der Landkreistag hatte die Empfehlung gegeben, bei geplanten Einstellungen ehrenamtliche Tätigkeiten als ein positives Element zu werten. Im organisierten Sport in Hessen engagieren sich mehr als 180.000 Menschen auf ehrenamtlicher Basis. Die Empfehlung des Landkreistages stellt für uns einen kleinen, aber wichtigen Schritt hin zur Wertschätzung des-sen dar, was täglich in unseren Vereinen zum Wohl der Gesellschaft ehrenamtlich geleistet wird, lobte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller.

 

Schließlich werde ehrenamtliche Arbeit gerade von Arbeitgebern nicht immer wohlwollend zur Kenntnis genommen, sagte Müller.

 

Noch vor einigen Monaten habe es der Hessische Kultusminister in diesem Zusam-menhang abgelehnt, ehrenamtliche Tätigkeit von Schülern als anerkennendes Signal im Zeugnis zu erwähnen. Man konnte sich hier lediglich auf ein Beiblatt verständigen. Begründung: ehrenamtliche Tätigkeit könne bei Einstellungsgesprächen negative Folgen für die Bewerberinnen oder Bewerber haben, da Personalchefs vermuten könnten, daß dem Nebenjob im Verein mehr Aufmerksamkeit gewidmet werde als dem eigentlichen Arbeits-verhältnis.

 

Dem stehen freilich die Erfahrungen des Main-Kinzig-Kreises diametral entgegen. Hier werden Stellenbewerber, die bei gleicher Qualifikation ehrenamtliches Engagement belegen können, bevorzugt. Wir hoffen, daß dieses Beispiel Schule macht, so Dr. Rolf Müller abschließend.

 


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