Landessportbund

10.05.99

Präsidium des Landessportbundes Hessen traf sich mit Hessens Innen- und Sportminister Volker Bouffier

Positives Signal zur Sicherung der kommunalen Sportförderung

Ein positives Signal für den Sport auf kommunaler Ebene gab es aus Sicht des Präsidiums des Landessportbundes Hessen (lsb h) bei einem Gespräch mit dem neuen hessischen Minister des Innern und für Sport, Volker Bouffier, in Wiesbaden. Die neue Landesregierung habe, so Bouffier, den Willen zur Verankerung der Sportförderung als kommunale Pflichtaufgabe in der Hessischen Gemeindeordnung und in der Hessischen Landkreisordnung in der Koalitionsvereinbarung niedergelegt.

 

Dies ist ein wichtiger Schritt zur gesetzlichen Absicherung der Sportförderung für die Vereine, um die wir uns seit Jahren bemühen, machte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller nach dem Gespräch deutlich. Einvernehmen bestehe bei allen Beteiligten zwar darüber, daß die derzeitige Situation in Hessen im Hinblick auf die Sportförderung völlig unterschiedlich sei. Dennoch müsse im Konfliktfall, z. B. mit anderen Belangen, wie dem Umweltschutz oder angesichts notwendiger Sparmaßnahmen, die Sportförderung auf kommunaler Ebene den kürzeren ziehen, wenn es keine rechtliche Verankerung gäbe, so Müller. Das wollen wir verhindern, wenngleich wir wissen, daß daraus nicht unbedingt mehr Geld für die Vereine aus den Kassen der Kommunen fließen wird. Deshalb begrüße das lsb h-Präsidium die beabsichtigte Neuregelung ausdrücklich.

 

Positve Signale setzte Sportminister Bouffier auch in Sachen Leistungssportförderung. Er machte in dem Gespräch mit den Vertretern des organisierten Sportes deutlich, daß sein Haus zur Linderung des Defizites im Bereich des Leistungssportes im Nachtragshaushalt 500.000 Mark zusätzlich gefordert habe. Ebenso soll mehr Geld in den vereinseigenen Sportstättenbau fließen.

 

Auch die Neuregelung der 630-Mark-Jobs stand bei dem Spitzengespräch in Wiesbaden auf der Tagesordnung. Dabei verdeutlichte lsb h-Präsident Rolf Müller, daß die hessischen Sportvereine unzweifelhaft zu den Verlierern des Gesetzes zu zählen sind. Neben den zusätzlichen Abgabenlasten drückt die Vereine vor allem auch der damit verbundene enorme Verwaltungsaufwand, der kaum noch zu bewältigen ist. Müller erneuerte in diesem Zusammenhang die Bitte an die Adresse der hessischen Landesregierung, sich für eine Bundesratsinitiative einzusetzen und sich für eine Ausnahmeregelung für den Sport stark zu machen.

 


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