Landessportbund

27.05.99

Antrittsbesuch des lsb h-Präsidiums bei Innen- und Sportminister Volker Bouffier in Wiesbaden

Signal für die kommunale Sportförderung

Beim Antrittsbesuch des Präsidiums des Landessportbundes Hessen beim neuen Minister des Innern und für Sport, Volker Bouffier, ging es um die gesamte Palette aktueller sportpolitischer Themen, die von der Aufnahme des Sports in die Hessische Gemeindeordnung über die Frage der Finanzierung des Sports bis hin zur Neuregelung der 630,– DM-Jobs reichte.

 

Während bei finanzpolitischen Fragen Staatsminister Bouffier auf die äußerst schwierige Lage des gesamten Landeshaushaltes hinwies, gab es vorsichtige Signale in anderer Richtung. Die Aufnahme des Sports in den Namen des Ministeriums - übrigens ein persönlicher Wunsch des Ministers - signalisiere die besondere Bedeutung, die die neue Landesregierung dem Sport zumesse.

 

Der Wille zur Verankerung der Sportförderung in der Hessischen Gemeindeordnung und in der Hessischen Landkreisordnung, so Minister Bouffier, sei grundsätzlich vorhanden und in der Koalitionsvereinbarung auch dokumentiert. Derzeit werde geprüft, wie dieses Anliegen umgesetzt werden könne.

 

Lsb h-Präsident Dr. Müller wertete dies als positives Signal für den Sport auf kommunaler Ebene, bemühe man sich doch seit vielen Jahren bisher vergeblich um eine weitere Absicherung der Sportförderung für die Vereine, wenngleich der lsb h weiß, so Dr. Rolf Müller, daß daraus nicht unbedingt mehr Geld für die Vereine aus den Kassen der Kommunen fließen wird.

 

Das lsb h-Präsidium wies auf die dringenden Sorgen zur Linderung des Defizits in der Leistungssportförderung in Hessen hin. Minister Bouffier erwiderte, daß für den Nachtragshaushalt des Landes erhebliche Mittel in diesem Bereich zusätzlich gefordert worden seien, wie für weitere Förderbereiche des Sports, u.a. für den vereinseigenen Sportstättenbau.

 

Aus aktuellem Anlaß sprach der lsb h-Präsident auch die Neuregelung der 630,– DM-Jobs an, zu deren Verlierer unzweifelhaft auch die hessischen Sportvereine zählen, die in unterschiedlicher Weise von dieser Möglichkeit bisher Gebrauch gemacht haben. Neben den zusätzlichen Abgabenlasten drückt die Vereine vor allem auch der damit verbundene Verwaltungsaufwand, der von den ehrenamtlichen Schatzmeistern der Vereine nur noch schwer bewältigt werden kann. Der Landessportbund hat zwischenzeitlich Ministerpräsident Roland Koch gebeten, sich für eine Bundesratsinitiative im Hinblick auf eine Ausnahmeregelung für den Sport bzw. gemeinnützige Organisationen stark zu machen.

 


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