Mit Anerkennung und Preisen Arbeit für den Sport würdigen
Dr. Müller: Ehrenamtliches Engagement gehört belohnt
Sie sind die guten Geister des organisierten Sportes und opfern in der Regel einen gehörigen Teil ihrer Freizeit, um ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen. Ob auf übergeordneter Ebene im Sportverband und Sport-kreis oder direkt an der Basis, im Sportverein – ohne sie wäre das System Sport nicht aufrecht zu erhalten. Anerkennung finden sie dabei eher selten und finanzielle Gegenleistungen für ihr Engagement sind absolute Ausnahmen. Der Landessportbund Hessen (lsb h) setzt sich daher massiv für die Anerkennung der Arbeit des Ehrenamtes ein. Die Berücksichtigung ehrenamtlicher Tätigkeit im Zeugnis oder – bei gleichen Qualifikationen - die Entscheidung für einen Stellenbewerber, der ehrenamtlich aktiv ist, sind Forderungen.
Der organisierte Sport kann aber auch selbst noch mehr tun, um die Arbeit seiner ‚Aktivisten´ aufzuwerten, so Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, jetzt in Frankfurt.
Dr. Müller bezieht sich dabei auf eine Aktion des Sportkreises Gelnhausen. Der Sportkreis hat unter dem Motto Wer werden die Guten Seelen 2000 erstmalig einen mit 2000 Mark dotierten Preis für ehrenamtliches Engagement ausgeschrieben. Um den Preis können sich Jugendliche, junge Erwachsene bis 27 Jahren und Erwachsene bewerben. Honoriert wird dabei außerordentliches Engagement im Sinne des Sportes.
Das Beispiel des Sportkreises Gelnhausen zeigt eine gute Form der Anerkennung für den Einsatz im Sinne und zum Wohl des Sportes auf. Ich würde mich freuen, wenn diese Aktion in weiteren Sportkreisen und Sportverbänden Nachahmer findet, hofft der lsb h-Präsident auf eine Signalwirkung.
Müller kann sich diese Signalwirkung durchaus auch für Sportvereine vorstellen. Sicher darf man hier nicht von Geldpreisen wie dem des Sportkreises Gelnhausen ausgehen. Aber ein Bericht in der Vereinszeitung, ein Aushang mit Foto im Clubheim oder die besondere Erwähnung während einer exponierten Veranstaltung zeigen den Ehrenamtlern, dass man ihre Tätigkeit nicht nur registriert, sondern für wichtig hält und sich dafür bedanken will. Das motiviert. Und Motivation ist schließlich ein wesentlicher Grundstein ehrenamtlichen Handelns, so der Präsident abschließend.