Landessportbund

19.01.00

Landessportbund Hessen forciert Integrationsarbeit:

Dr. Rolf Müller: Investitionen im Bereich Integration verzinsen sich schnell

Wenn es um die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger geht, spielt der organisierte Sport eine entscheidende Rolle. Das war in der Vergangenheit so und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Mit dieser Aussage hat der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, jetzt in Frankfurt die Bedeutung des Sportes für diesen wichtigen und sensiblen Bereich unterstrichen. Der Landesportbund, so Dr. Müller, wird sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern mit all ihm zur Verfügung stehenden Mitteln weiterhin effiziente Integrationsarbeit leisten.

 

Dazu werden innerhalb der Dachorganisation des hessischen Sportes derzeit umfassende Überlegungen angestellt. Die verstärkte Präsentation ausländischer Sportgruppen auf dem Hessentag in Dietzenbach gehören ebenso dazu wie der Gedanke, die Abschlussveranstaltung zum Jahr des Schulsports in Wiesbaden mit einem besonderen Aspekt, dem der Integration, zu versehen.

 

Bereits beschlossen ist die Änderung der Ausschreibungsmodalitäten des Heinz-Lindner-Preises des Landessportbundes Hessen. Ausgezeichnet werden Vereine - insgesamt gibt es Preisgelder in Höhe von 18.000 Mark - die sich aktiv für die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen. Wir wollen damit die integrative Arbeit der Sportvereine öffentlich machen und gleichzeitig Anreize für eine künftige Arbeit auf diesem wichtigen Feld schaffen, erläuterte des lsb h-Präsident den Hintergrund.

 

Zudem will der Landessportbund die integrative Arbeit in den Vereinen professionalisieren. Dazu, so Müller, werde derzeit an besonderen Bausteinen, die in die Aus- und Fortbildung der Übungsleiter einfließen sollen, gearbeitet. Investitionen in diesen Bereich verzinsen sich schnell, sagte der lsb h-Präsident und machte dieses Statement an den Erfolgen des Mediationsprojektes, das Hessischer Fußballverband und die Sportjugend des Landessportbundes Hessen seit zwei Jahren gemeinsam durchführen, fest. Müller: Wo die Mediation stattfand, ließ sich ein deutlicher Abbau von Konflikten feststellen. Gleichzeitig werden im Rahmen dieses Projektes Multiplikatoren geschult. Und der Abbau von Vorurteilen und Konflikten, der sich durch diese Arbeit mittelfristig potenzieren wird, ist Grundvoraussetzung für das gegenseitige Verstehen und damit essenziell wichtig für den Erfolg integrativer Bemühungen.

 

Wenn das Projekt 2002 abgeschlossen und ausgewertet sei, wird sich die Maßnahme mit Sicherheit auch auf andere Verbände übertragen lassen. Wir werden diese Arbeit forcieren, denn gerade vor dem Hintergrund eines immer schneller zusammen wachsenden Europas stehen dem Sport hier wichtige Aufgaben bevor, so Müller abschließend.

 

 


Suche: