Landessportbund Hessen:
Die Aufnahme des Sportes in den Rundfunkrat erfüllt eine langjährige, berechtigte Forderung
Der Landessportbund begrüßt die Initiative der Hessischen Landesregierung, mit der die Struktur des Rundfunkrates verändert werden soll. Der vorgestern vorgestellte Entwurf räumt nun auch dem organisierten Sport, sprich Landessportbund Hessen, Sitz und Stimme in diesem Gremium ein. Mit diesem Vorhaben würde eine mehr als zwei Jahrzehnte alte Forderung des Landessportbundes Wirklichkeit.
Der Landessportbund repräsentiert mit 2,1 Millionen Mitgliedern in 7.800 hessischen Sportvereinen ein Drittel der Bevölkerung unseres Landes. Der Sport als solcher übernimmt weiterhin wichtige präventive, integrative und soziale Aufgaben in unserer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund war die Einbeziehung des Sportes lange überfällig, so Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen.
Mit dem Sitz im Rundfunkrat sowie der Aufnahme der Sportförderung in die Hessische Gemeindeordnung, so Dr. Müller weiter, seien zwei wesentliche Forderungen des Sportes erfüllt worden bzw. stünden vor der Erfüllung. Als ausgesprochen positiv empfinden wir auch, dass das für den Sportbereich zuständige Ministerium, das Innenministerium, den Begriff Sport in seinen Namen aufgenommen hat. Damit, so Müller, werde der Bedeutung des Sportes Rechnung getragen
Was nun noch ansteht, ist die Aufnahme des Sportes in die Landesverfassung, die in den meisten Bundesländern bereits Wirklichkeit ist.
Wir hoffen, sagte der lsb h-Präsident am Donnerstag in Frankfurt, dass der Sport bei der nächsten Verfassungsänderung berücksichtigt wird. Auch damit würden die Leistungen des organisierten Sportes für unser Gesellschaftssystem an exponierter Stelle gewürdigt.