Landessportbund

25.10.00

Paralympics in Sydney - Tolle Leistungen der Behinderten

Sportvereine als Basis für den Erfolg

Ich ziehe meinen Hut vor dem, was in Sydney passiert ist. Wer im Fernsehen die Paralympics verfolgt hat, der wird, was Siegeswille, Einsatz und vor allem den Spaß am Dabeisein anbelangt, absolut keinen Unterschied zu den Olympischen Spielen der Nichtbehinderten festgestellt haben. Mit diesen Worten hat Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, die Olympiade der behinderten Sportlerinnen und Sportler in Sydney kommentiert. Mehr als 4000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt, darunter fast 40 Sportlerinnen und Sportler aus Hessen, kämpften in den Sportarenen down under um olympisches Edelmetall.

 

Mit den Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen zeigen und beweisen die Sportlerinnen und Sportler, dass sie ihre Behinderung angenommen haben und damit umgehen können. Sie demonstrieren damit, dass auch sie zu sportlichen Höchstleistungen fähig sind, so Dr. Rolf Müller.

 

Müller lenkte in diesem Zusammenhang den Blick aber auch auf die sozialen Aspekte des organisierten Sportes. Viele behinderte Mitmenschen finden in unseren Sportvereinen in Hessen eine neue Heimat. Ob im Fechten, Rollstuhl-Tennis, Rollstuhl-Basketball, selbst im Tanzsport und vielen weiteren Sportarten ergeben sich für körperbehinderte Menschen sportliche Betätigungsfelder.

 

Damit werde einerseits die körperliche Fitness gefördert, andererseits aber auch das Selbstwertgefühl gestärkt. Wer in einem Verein Sport treibt, erfährt Nähe, Zuwendung und schließt neue Freundschaften. Das ist gerade für behinderte Menschen sehr wichtig, so der Präsident der Dachorganisation des Sports in Hessen, der gleichzeitig auf die Soziale Initiative des Landessportbundes verwies. Man wisse sehr wohl um die Situation der Menschen, die im Schatten der Gesellschaft stünden. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, die Situation der Behinderten durch gezielte Angebote im Sportverein zu verbessern. Das haben wir in der Vergangenheit getan, und werden es auch in Zukunft als eine unserer obersten Aufgaben ansehen.

 


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