Landessportbund

21.03.01

Nein des Landeselternbeirates zur Aufnahme ehrenamtlichen Engagements im Zeugnis

Dr. Rolf Müller: Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtler

Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich ehrenamtlich engagieren. Mit diesen Worten und mit absolutem Unverständnis hat der Präsident des Landessportbundes Hessen e.V., Dr. Rolf Müller, in Frankfurt auf eine Verlautbarung des Hessischen Landeselternbeirates reagiert, der das Vorhaben der Hessischen Kultusministerin Karin Wolff abgelehnt hatte, ehrenamtliches Engagement von Schülerinnen und Schülern auf einem Beiblatt zum Zeugnis zu vermerken.

 

Wir können nicht früh genug damit beginnen, Heranwachsende an ehrenamtliche Tätigkeiten heran zu führen. Dazu müssen Anreize geschaffen werden. Und ein wichtiger Anreiz ist sicherlich die Dokumentation einer ehrenamtlichen Tätigkeit auf dem besagten Beiblatt zum Zeugnis, so Dr. Rolf Müller.

 

Der Landessportbund Hessen werte die Initiative der Kultusministerin als außerordentlich positiv und werde diese Initiative unterstützen. Wir selbst, so der lsb h-Präsident, kämpfen seit vielen Jahren eben für diesen Punkt und vertreten auch die Auffassung, dass bei Stellenbewerbungen im Bereich der öffentlichen Hände bei gleicher Eignung diejenigen Bewerberinnen oder Bewerber bevorzugt werden sollten, die ehrenamtliche Tätigkeit nachweisen können. Denn letztlich müssten sich die ungezählten, freiwillig zum Wohl der Gesellschaft geleisteten Stunden, in irgendeiner Form der Anerkennung niederschlagen.

 

Ehrenamtliche Tätigkeit ist einer der Eckpfeiler einer aktiven Bürgergesellschaft. Ohne das Ehrenamt würde unser Gemeinwesen bei weitem schlechter funktionieren und viele Leistungen wären, wenn überhaupt, nur gegen (teure) Bezahlung zu erhalten. Bei all dem werden diejenigen, die sich ehrenamtlich engagieren, oft genug belächelt oder gar verspottet. Wenn sich der Landeselternbeirat jetzt gegen die Initiative der Kultusministerin stellt, stellt er sich auch gegen eine fundamentale Notwendigkeit, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde - gegen das Ehrenamt, so Dr. Rolf Müller.

 

Eine mögliche Ungleichbehandlung, wie sie der Landeselternbeirat sieht, sehen wir nicht, so Müller. Der lsb h-Präsident abschließend: Wenn jemand freiwillig etwas für andere tut und dies in welcher Form auch immer anerkannt wird, so benachteiligt diese Anerkennung doch nicht diejenigen, die sich nicht engagieren.


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