Landessportbund

25.11.01

Lu-Röder-Preis 2001 des Landessportbundes Hessen

Auszeichnung für Margret Lehnert

Margret Lehnert, Vize-Präsidentin und Seniorenwartin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) ist die Lu-Röder-Preisträgerin des Jahres 2001. Der mit 3000 Mark dotierte Preis wird seit 1988 vom Landessportbund Hessen (lsb h) an Frauen vergeben, die das Verständnis für die besondere Situation der Frau im Sport und die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Entwicklung in der Sportorganisation durch ihren besonderen Einsatz in der Verbands- oder Vereinsführung fördern. Die Auszeichnung nahmen die Vorsitzende des lsb h-Landesausschusses Frauen im Sport (LA FiS), Barbara Aff und lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller heute in Pfungstadt vor.

 

Mit Margret Lehnert ehrte der Landessportbund Hessen eine Frau, die sich seit rund 40 Jahren nicht nur auf Vereins- und Verbandsebene engagiert, sondern die sich darüber hinaus in besonderer Weise für die Förderung von Frauen und des weiblichen Nachwuchses stark gemacht hat. Seit 1959 ist die heute 59jährige als Kampfrichterin bei Leichtathletikveranstaltungen im Einsatz, erwarb selbst 1977 den C-Trainerschein Leichathletik und war 1989 als Jugendwartin erste Frau im Vorstand des Hessischen Leichtathletikverbandes, dem sie seit 1997 auch als Vizepräsidentin angehört.

 

Margret Lehnert übernahm viele dieser Positionen, um zu ‚ihren´ Athletinnen und Athleten den Kontakt zu haben. Sie wollte nicht nur Sprachrohr der Aktiven sein, sondern sich auch immer mit den persönlichen Problemen beschäftigen, helfen und zuhören, so Barbara Aff in ihrer Laudatio. Lehnert habe sich in ihren ehrenamtlichen Positionen immer als Wegbereiterin für andere Frauen gesehen, ihnen Mut zu machen, sich in ähnlicher Weise zu engagieren. Ihrem Vorbild und ihrer Ausdauer sei es daher zu danken, dass die Frauenquote in den Führungsgremien des HLV in den letzten Jahren auf rund 30 Prozent angestiegen sei.

 

Verdient gemacht habe sich die Lu-Röder-Preisträgerin darüber hinaus mit ihrem Engagement bei der Einführung von ehemals Männern vorbehaltenen Leichtathletikdisziplinen für Frauen. Von Beginn an habe sich Margret Lehnert dabei als Mitglied des Jugendausschusses des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Gleichberechtigung der Sportlerinnen auch im Wettkampfprogramm stark gemacht und die Beschlüsse auf Landesebene sehr schnell umgesetzt.

So habe der HLV auf Initiative von Margret Lehnert als einer der ersten Landesverbände den Stabhochsprung der Frauen gezielt gefördert. Mit Erfolg, denn hessische Stabhochspringerinnen gehören mittlerweile zur Deutschen Spitze.

 

Margret Lehnert gebührt Dank für ihr überaus großes Engagement in Sachen Sport, in Sachen Ehrenamt und besonders dafür, dass sie vielen Frauen den Weg gezeigt hat, wie Frau, ohne Ängste, im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten bis in höchste Positionen aufsteigen kann, verdeutlichte Barbara Aff zum Abschluss noch einmal das Votum des Landesausschusses Frauen im Sport für die neue Preisträgerin.

 

 


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