17.10.01 Landessportbund Hessen appelliert an Sportvereine:Integrative Kraft des Sportes heute wichtiger denn je„Keine andere Organisation hat in der Vergangenheit soviel für die Integration ausländischer Mitbürger getan, wie der Sport. Die integrative Kraft des Sportes war in diesem Zusammenhang ein maßgeblicher Faktor beim Brückenschlag zwischen den unterschiedlichen Kulturen. Ich bitte die Verantwortlichen in den Vereinen deshalb heute sehr herzlich, weiter in diesem Sinne zu handeln. Das Motto ,Sport verbindet´ hat vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse vom 11. September nicht nur nichts von seiner Gültigkeit verloren, es ist im Gegenteil aktueller denn je“.
Mit diesem Appell hat sich Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, an die knapp 8.000 in der Dachorganisation des hessischen Sports zusammengeschlossenen Vereine gewandt. Der Gefahr, dass nach den Anschlägen in New York und Washington eine neue Welle der Ausländerfeindlichkeit zu Tage trete, müsse entschieden entgegengewirkt werden. Müller wörtlich: „Wir dürfen nicht zulassen, dass vor dem Hintergrund der terroristischen Anschläge alle Ausländer über einen Kamm geschoren werden.“ Es gelte vielmehr, sich die durchaus befruchtende und positive Wirkung, die ausländische Kulturen in unsere Art des Zusammenlebens einbringen, vor Augen zu rufen. Die Initiative „Mehr Integration in Hessen“ der Hessischen Landesregierung, die der Landessportbund Hessen federführend organisiert und deren Auftakt jetzt am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche stattfindet, werde dies plakativ ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Der lsb h-Präsident abschließend: „Wir werden alles dafür tun, dass die ausländischen Mitbürger, die gestern unsere Freunde waren, dies auch morgen noch sein werden“.
|
Suche:
|