Landessportbund

02.12.02

Der Landessportbund Hessen trauert um sein Ehrenmitglied Wolfgang Kühle:

Ein Mann des Ausgleichs

Der Landessportbund Hessen (lsb h) trauert um Wolfgang Kühle. Das lsb h-Ehrenmitglied verstarb kurz vor Vollendung seines 82. Lebens-jahres am vergangenen Freitagabend in Wetzlar. Kühle gehörte dem Präsidium des Landessportbundes Hessen von 1970 bis 1988 als Vizepräsident an.

„Mit Wolfgang Kühle verliert der hessische Sport eine Persönlichkeit von hohem Ansehen. Sein Verdienst ist es, dass der Faktor Sportpolitik in der hessischen Landespolitik hoffähig wurde. Darüber hinaus verlieh Wolfgang Kühle dem hessischen Sport wichtige Impulse, beispielsweise in der Zusammenarbeit zwischen Sport und Naturschutz“, würdigte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller das Schaffen Kühles in Frankfurt.

Wolfgang Kühle, am 07. Dezember 1920 in Göttingen geboren, lebte seit 1945 in Wetzlar. Der Jurist und Notar engagierte sich auf politischer, kultureller und sportlicher Ebene. Der CDU-Politiker gehörte in den Jahren 1960 bis 1993 der Stadtverordnetenversammlung an und war von 1970 bis 1982 Abgeordneter des Hessischen Landtages.

Sein kulturelles Engagement erstreckte sich über seine Mitarbeit in verschiedenen Funktionen am Staatstheater Wiesbaden und der Theater GmbH in Gießen bis zu seinem Engagement im Rotary-Club, dessen Präsident Kühle in den Jahren 1971 und 1972 war. Ein ganz besonderes Anliegen war dem Wetzlarer Ehrenbürger die Aussöhnung mit Israel.

Sein Eintreten für die Sache des Sports begann bereits 1951, als der junge Jurist den Vorsitz des Tanzsportvereins Schwarz-Rot Club Wetzlar übernahm. Von 1964 bis 1970 war Wolfgang Kühle darüber hinaus Vorsitzender des Deutschen Tanzsport-Verbandes, dessen Ehrenpräsident er seither war. 25 Jahre lang stand Kühle an der Spitze des Sportkreises Wetzlar, ehe er im März 1991 dieses Amt in jüngere Hände legte.

„Wolfgang Kühle war ein Mann des Ausgleichs. Ein Mann, dem Streit missfiel und der um der Sache willen lieber ein Gespräch mehr als zu wenig führte. Er wird dem Hessischen Sport fehlen“, so lsb h-Präsident Rolf Müller.


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