Landessportbund

29.10.02

Landessportbund Hessen: lsb h-Chef Rolf Müller schreibt im Buch des Ministerpräsidenten über das Ehrenamt

Nachdenken über die Zukunft der Sportvereine

Der Präsident des Landessportbundes Hessen (lsb h), Dr. Rolf Müller ist Mit-Autor eines Buches über „Die Zukunft der Bürgergesellschaft“, das der Hessische Ministerpräsident Roland Koch herausgegeben hat. Unter dem Titel „Zwischen Auslaufmodell und Zukunftshoffnung“ beleuchtet der lsb h-Präsident die zukünftige Rolle der Sportvereine und die neue Orientierung des Ehrenamtes im Sport. Dabei geht der ranghöchste hessische Sportfunktionär von der Grundfrage aus, „wie viel darf und wie viel muss der Staat im Leben des Individuums bestimmen?“.

Zugleich warnt Rolf Müller davor, dass die Vereine zu „kommerziellen Dienstleistern“ verkommen, weil damit die soziale und gesellschaftliche Bedeutung des Vereins unterschlagen werde. „Spätestens wenn die Tendenz zur Kommerzialisierung noch zunimmt, werden wir die interessante und ernüchternde Erkenntnis gewinnen, dass es die Sinngebung des Vereins, dass es die Sicherheit und das Stück ‚Heimatgefühl‘, das er vermitteln kann, und dass es auch das Ehrenamt nicht zu kaufen gibt“.

Der lsb h-Chef plädiert für eine stärkere gesellschaftliche Wertschätzung des „Lebensprinzips Ehrenamt“ und beschreibt, dass ehrenamtliches Engagement auch demjenigen selbst zu Gute kommt, der sich für andere einsetzt. Für den Autor muss der Gegensatz zwischen sozialem Engagement auf der einen und Selbstverwirklichung auf der anderen Seite nicht unüberbrückbar sein. „Selbstverwirklichung als eine Form des Dienstes für die Allgemeinheit heißt die vielleicht gar nicht so überraschende Lösung“, betont Rolf Müller.

„Gerade weil wir als die größte hessische Personenvereinigung Tag für Tag in der praktischen Arbeit beweisen, wie attraktiv die Idee des Ehrenamtes ist, dürfen wir uns als Landessportbund nicht der theoretischen Diskussion über neue Ideen, Projekte und Formen des Ehrenamtes verschließen, wenn wir den Anschluss an die gesellschaftlichen Veränderungen nicht verpassen wollen“, so Rolf Müller abschließend.


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