10.09.02 Landessportbund Hessen: Einbindung von Freizeitsportvereinen und –abteilungen in den organisierten SportDiskussionsrunde in Frankfurt„Geht beim Freizeitsport den Vereinen die Luft aus?“ Unter dieses Motto hat der Landessportbund Hessen (lsb h) eine Pilotveranstaltung gestellt, die sich am 19. Oktober mit der Frage der Einbindung von Freizeitsportvereinen und –abteilungen in den organisierten Sport befasst. Hintergrund der Diskussionsrunde in der lsb h-Sportschule ist dabei die seit zwei Jahren bestehende Möglichkeit einer Direktmitgliedschaft solcher Gruppierungen bei der Dachorganisation des hessischen Sports. Damit verbunden ist die Betreuung und Unterstützung durch den lsb h. Die Direktmitgliedschaft ist jedoch auf zunächst drei Jahre beschränkt. Danach verlangt die geltende lsb h-Satzung die fachliche Zuordnung der Freizeitsportvereine und –abteilungen zu einem „zuständigen“ Sportverband. „Das Interesse an freizeit- und gesundheitsorientierten Aktivitäten steigt ständig. Im organisierten Sport können wir seit Jahren ein zunehmendes Interesse durch die Gründung von Freizeitsportvereinen und –abteilungen beobachten“ beschreibt Horst Knop, lsb h-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Landesausschusses Breitensport und Sportentwicklung, die derzeitige Situation. Das Programm dieser Vereine und Abteilungen sei meist überfachlich und auf keine bestimmte Sportart ausgerichtet. „Schwierigkeiten haben diese Vereine deshalb mit der Zuordnung zu einem Fachverband – auch weil dies ihrer Philosophie, gerade bei den sogenannten Trendsportarten – wiederspricht. Oft steht eher das ‚Easy living‘, die Ungebundenheit im Vordergrund“, so Knop. Mit der Veranstaltung in Frankfurt will der Landessportbund jetzt ein Forum der Begegnung schaffen. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung die unterschiedlichsten Sichtweisen und Argumentationsebenen der Organisation von Freizeitsport aufzeigen“, beschreibt Horst Knop eine der Zielsetzungen. So soll auf Fragen und Probleme der Zuordnung und organisatorischen Einbindung ebenso eingegangen werden, wie sich daraus ergebenden Vorschläge und Anregungen für eine sich an der Basis orientierende Organisationsstruktur diskutiert werden. Vor allem aber – und darauf legt Knop besonderen Wert – soll die Veranstaltung ein Forum der Begegnung mit viel Raum für Erfahrungs- und Informationsaustausch innerhalb der breit gefächerten Freizeitsportszene sein. Deshalb sind neben den „traditionellen“ Sportvereinen besonders die selbstorganisierten und informellen Freizeitsportgruppen außerhalb des organisierten Sports zur Beteiligung aufgerufen, um das Thema „Freizeitsport“ aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu beleuchten. Neben einem Grundsatzreferat von Prof. Dr. Jürgen Schröder (Uni Göttingen) zum Thema „Entwicklungen und Organisationsformen im Freizeitsport“ bietet die lsb h-Veranstaltung in drei Arbeitsgruppen und einer abschließenden Plenumsrunde viel Raum für Diskussionen. Anmelden können sich Interessierte bis zum 1. Oktober bei der Abteilung Breitensport und Sportentwicklung des lsb h, Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt, Telefon 069/6789-333 oder per e-mail unter der Adresse breiten@landessportbund-hessen.de., wo sie auch das komplette Veranstaltungsprogramm erhalten.
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