Landessportbund

18.09.02

Sport und Umweltschutz sind keine Kontrahenten:

Landessportbund weist Nabu-Kritik zurück

„Sport, Umwelt- und Naturschutz schließen sich keinesfalls gegenseitig aus. Mit Verständnis füreinander und gegenseitiger Rücksichtnahme lassen sich im Gegenteil die jeweiligen Interes-sen sehr wohl verbinden. Das haben wir als Sportorganisation in der Vergangenheit hinlänglich bewiesen“. Mit dieser Stellung-nahme hat Svea Rojahn, Vizepräsidentin des Landessportbund Hessen, auf die Kritik des Naturschutzbundes (Nabu) zum Thema „Aufnahme des Sports als Staatsziel in die Verfassung“ reagiert.

Der Nabu, soviel zum Hintergrund, sieht in der Aufnahme des Staatsziel eine „Schieflage“ zwischen den Interessen des Sports und den Belangen des Naturschutzes.

„Diese Sichtweise ist für uns unverständlich und nicht nachvollziehbar. Der organisierte Sport arbeitet seit über einem Jahrzehnt engagiert und effektiv mit Naturschutzorganisationen zusammen. Wir haben in dieser Zeit gemeinsam viel Positives erreicht“, so Svea Rojahn.

Die lsb h-Vizepräsidentin verwies in diesem Zusammenhang auf die Allianz „Sport und Umwelt“, und diesbezüglich auf die Rah-menvereinbarung zwischen Hessischer Landesregierung, Kommunalen Spitzenverbänden und Landessportbund Hessen. Sie führte weiter die intensive Kooperation mit dem Naturschutz-Zentrum Hessen sowie das Engagement des Arbeitskreises Naturschutz und Sport an.

Als Beispiele überaus positiver Zusammenarbeit nannte Svea Rojahn die Bereiche Kanusport, Klettern und Reiten, in denen gemeinsame Konzepte erarbeitet wurden und werden. „Wir haben - nicht zuletzt wegen der positiven Ergebnisse dieser Zusammenarbeit - vor fünf Jahren den Naturschutz dezidiert in die Satzung des Landessportbundes Hessen aufgenommen. Nicht nur das: Wir sind als Landessportbund Hessen bundesweit führend in Sachen Energieberatungen und Wassersparkonzepten für unsere Sportvereine. Wir beweisen damit jeden Tag erneut, wie wichtig uns Natur-, Ressourcen- und Klimaschutz sind“, erklärte Svea Rojahn.

Wer letztlich, wie der Nabu-Landesvorsitzende Rüdiger Wagner, den Sport „lediglich als eine Freizeitbeschäftigung für Einzelne“ betrachte, beweise fundierte Unkenntnis zum Thema organisierter Sport. „Bei 2,1 Millionen Mitgliedern in fast 8.000 hessischen Sportvereinen kann man wohl kaum von ,Einzelnen´ sprechen. Und das, was im Sinne von gesundheitlicher Prävention, Rehabi-litation oder sozialer Integration tagtäglich zum Wohl der Menschen und der Gesellschaft geleistet wird, verdient sehr wohl die Aufnahme als Staatsziel in die Hessische Verfassung“, so die lsb h-Vizepräsidentin abschließend.

In diesem Sinne will der Landessportbund auch zukünftig seine gesellschaftliche und politische Verantwortung ernstnehmen, und seine Mitglieder in knapp 8.000 Vereinen und Verbänden in nachhaltigem, umweltbewussten und klimaschonenden Verhalten und Handeln unterstützen. Damit verbunden ist der Appell an alle verantwortungsbewussten Menschen innerhalb und außerhalb des organisierten Sports, am Sonntag im Zuge der Volksabstimmung für die Aufnahme der Förderung des Sportes als Staatsziel in die Landesverfassung zu stimmen.

 

 


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