Landessportbund

04.03.03

Rücknahme der geplanten Zusatzversicherungspflicht für Sporttreibende – lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller:

„Entscheidung der Vernunft“

Als eine „Entscheidung der Vernunft“ hat der Präsident des Landessportbundes Hessen (lsb h), Dr. Rolf Müller, die Ankündigung der Bundesgesund-

heitsministerin Ulla Schmidt zur Rücknahme des Entwurfs, nach der sich Sportler besonders hätten versichern müssen, begrüßt.

„Das Gesundheitswesen mit einer zusätzlichen Versicherungspflicht dieser Art sanieren zu wollen, ist gleich aus zwei Gründen abwegig. Zum einen lässt sich ein solch komplexes System nicht mit eher kleinen Einzelmaßnahmen aus der vorhandenen Krise führen. Zum anderen war die Logik, ausgerechnet diejenigen, die aktiv Gesundheitsvorsorge betreiben, mit zusätzlichen Kosten zu belasten, nicht nachvollziehbar, so Müller.

Sport sei nach wie vor der gesundheitliche Präventionsfaktor Nummer 1, machte der lsb h-Präsident deutlich. Angefangen von der Minderung oder Beseitigung von Haltungsschäden über die Stärkung des Herz-Kreistauf-Systems bis hin zur Verbesserung der gesamten gesundheitlichen Verfassung – die positiven Auswirkungen regelmäßigen Sporttreibens „sind unbestritten.

„Es gibt keinen unserer fast 8.000 Sportvereine in Hessen, in dem das Angebot keine präventiven und/oder rehabilitativen Ansätze umfasst. Der organisierte Sport ist damit der Gesundheitsanbieter schlechthin. Und das darf für diejenigen, die über den Sport aktive Gesundheitsvorsorge betreiben, nicht zum finanziellen Nachteil werden. Im Gegenteil: Vielleicht sollten sich die für unser Gesundheitswesen Verantwortlichen überlegen, wie diejenigen, die aktive gesundheitliche Prävention betreiben, künftig belohnt, sprich finanziell entlastet werden könnten, so Rolf Müller abschließend.


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