Landessportbund

28.05.03

Landessportbund besorgt über mögliche Neuregelung:

Dr. Rolf Müller: Regierung soll Lotto-Staatsvertrag ablehnen

Der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, hat an die Landesregierung appelliert, bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem „Staatsvertrag zum Lotteriewesen in Deutschland zu bleiben. Müller wörtlich: „Dieser jetzt vorliegende Staatsvertrag schlägt dem organisierten Sport in Hessen in kurzer Zeit die Fundamente seiner finanziellen Existenz weg. Ich weiß, dass die Landesregierung dies nicht will.

Die Abkehr von dem Prinzip, nach dem gegenwärtig weitestgehend Lotterien auf die Bundesländer bezogen operierten und gleichzeitig die Einführung kommerzieller „Spielvermittler gefährde viele soziale, karitative, kulturelle und die Sport-Organisationen, so Müller weiter.

In Hessen werde bisher gesetzlich sichergestellt, dass unterschiedliche Destinatäre, darunter der Landessportbund Hessen als Dachorganisation des organisierten Sports, für ihre gemeinnützigen Zwecke und die daraus resultierende Arbeit Einnahmen aus den Lotterien erhielten. „Damit ist die Förderung des Sportes in Hessen zu einem großen Teil losgelöst vom ‚goldenen Zügel‘ des Landeshaushalts. Diese Regelung hat sich in 25 Jahren für alle Beteiligten bestens bewährt, sagte Rolf Müller.

Der von den Chefs der Staatskanzleien erarbeitete und jetzt vorliegende Staatsvertrag verändere die Lotterie-Landschaft in der Bundesrepublik dramatisch. „Wenn der vorliegende Vertrag so abgeschlossen wird, hat das zumindest für den Sport in Hessen mit seinen knapp 2,1 Millionen Mitgliedern in etwa 8.000 Sportvereinen fatale Folgen. Schließlich stammen 75 Prozent des Haushaltes des Landessportbundes aus einer Beteiligung an Lotterieeinnahmen“, erklärte Dr. Müller abschließend.


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