27.10.03 Wird inländischen Talenten Zukunft „verbaut“?Hohe „Integrationsrate“ ausländischer Mitbürger in den Mannschaften der Fußball-Bundesliga„Am ersten Tag der Fußball-Bundesliga standen in den Anfangsformationen der 18 Teams von 198 Spielern sage und schreibe 145 ausländische Profis. Diese Entwicklung ist Besorgnis erregend, weil sie inländischen Talenten die Zukunft verbaut.“ Mit dieser Kritik hat der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, die „Einkaufspolitik“ der Bundesligavereine bewertet.Es sei nicht akzeptabel, wenn lediglich noch 27% der Spieler in der Fußball-Bundesliga deutscher Nationalität seien. Ironisch ließe sich dieses Ergebnis als „hohes Maß an Integration“ ausländischer Mitbürger darstellen, aber da es sich um den Grenz-bereich von Sport, Unterhaltung und Kommers handele, seien die Konsequenzen ärgerlich, sagte Rolf Müller. „Deutschen Nachwuchs-Talenten ist in dieser Situation die Chance, Bundesligaluft zu schnuppern, weitestgehend versperrt. Dies hat langfristig erhebliche negative Konsequenzen für die Talentförderung im Be-reich des DFB“, betonte der lsb h-Präsident. Die Bundesliga-Vereine sollten sich überlegen, ob sie ihr Verhält-nis zum DFB und zur Nationalmannschaft positiver gestalten. Stimmen, Deutschland sollte auf die Teilnahme an der Europameisterschafts-Endrunde verzichten, passe in dieses Bild des gestörten Verhältnisses zwischen Bundesliga-Unternehmen und Fußball-Bund, betonte Rolf Müller.
|
Suche:
|