05.07.04 Qualitätssiegel SPORT PRO REHA in Frankfurt vorgestelltNeues Zertifikat für ÜbungsleiterGemeinsam haben Vertreter des Landessportbundes Hessen (lsb h), des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes (HBRS) und der Landesärztekammer Hessen heute die ersten hessische Übungsleiterinnen und Übungsleiter mit dem neuen Qualitätssiegel SPORT PRO RHEA ausgezeichnet. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von zwei Jahren und wird danach nur nach Absolvierung einer qualifizierten Weiterbildung erneut vergeben. Mit der Vergabe des Qualitätssiegels setzen lsb h, Landesärztekammer und HBRS eine auf Bundesebene geschlossene Vereinbarung zwischen dem Deut-schen Sportbund und dem Deutschen Behinder-tensportverband auf Landesebene um.„Sport wird in der Öffentlichkeit oft nur als Leistungssport wahrgenom-men. Dabei wird übersehen, dass Sport auch andere Aspekte hat, die es hervorzuheben gilt“, so Dr. med. Alfred Möhrle, Präsident der Landesärztekammer. Gerade im Bereich des Rehabilitationssportes, ob nach einem Herzinfarkt oder einer Brustkrebsoperation, werde deutlich, welche positive Funktion der Sport, auch im Hinblick auf die soziale und kommunikative Komponente haben kann. Rund 35.000 Menschen nehmen beispielsweise die Angebote des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes in derzeit 370 Vereinen wahr, machte Verbandspräsident Karl-Hermann Müller deutlich. Der Verband weist darüber hinaus bundesweit die meisten Herzsportgruppen gemessen an der Gesamtbevölkerung aus. Das verlangt nach einer hochqualifizierten Ausbildung derjenigen, die mit den Betroffenen arbeiten. Der Sport bietet dazu bereits seit vielen Jahren entsprechende Angebote. So werden im HBRS spezifische Übungsleiterausbildungen angeboten. Nach einer 120-stündigen Grundausbildung absolvieren die Übungsleiterinnen und Übungsleiter zusätzlich einen 60-stündigen Aufbaulehrgang in einem von insgesamt fünf Bereichen, wie z.B. dem Stütz- und Bewegungsapparat, dem Bereich der inneren Organe oder der Sensorik. Der Verband hat derzeit rund 2.000 Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die somit die unterschiedlichsten „Krankheitsbilder“ abdecken können. Aber auch der Landessportbund Hessen hat seit Jahren die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und umfassenden Ausbildung in Sachen Gesundheit erkannt. Mit der Ausbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern im Bereich Prävention auf der sogenannten zweiten Lizenzstufe im Bereich SPORT PRO GESUNDHEIT trägt er dem entsprechend Rechnung. „Kontinuierliche Investitionen in Prävention und Gesundheitsförderung kann für die Menschen die Chance für ein längeres, selbstbestimmtes Leben mit weniger gesundheitlichen Beeinträchtigungen bedeuten und deren Lebensqualität erhöhen“ machte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller bei der Übergabe der Zertifikate in Frankfurt deutlich. Außerdem verknüpfen Ärztekammer, HBRS und lsb h mit der gemeinsamen Kooperation in Sachen Gesundheitssport die Hoffnung, dass auch in der Ärzteschaft die Bereitschaft wächst, sich als Betreuer im Rehabereich zur Verfügung zu stellen. Folgende Übungsleiterinnen und Übungsleiter erhielten das Qualitätssiegel SPORT PRO REHA: Helga Stappelton und Boris Jatho, Verein für Sport und Gesundheit Dietzenbach 1964, Karl Knöll, Kelkheimer Verein für Beweguns-Therapie, Anita Maier, OSC Hoechst 1960, Julia Klingler, FTG Frankfurt 1847, Karl-Heinz Remmert, TV 1882 Harheim, Christel Brust, Turnverein 1861 Flörsheim a. M. und Gerhard Knerr, VBSG Kelk-heim/Taunus.
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