Sportinfrastruktur: Wettbewerb zum Thema „Sportkindergarten“
Landessportbund vergibt Preise an Architekturstudenten der FH Darmstadt
In Heppenheim haben heute die Vize-Präsidentin des Landessportbundes Hessen (lsb h), Svea Rojahn, Sozialministerin Silke Lautenschläger und Prof. Frank Dierks von der Fachhochschule Darmstadt (FH) die Preise im Architekturwettbewerb „Sportkindergarten“ überreicht. Prämiert wurden dabei Arbeiten von Architekturstudentinnen und –studenten, die Entwürfe zur Neu- bzw. Umgestaltung von bestehenden sowie geplanten (Sport-) Kindergärten in Hessen eingereicht hatten.
Zwei erste Preise, verbunden mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro gingen dabei an Besa Jasari/ Cornelia Orlob und Steffen Arnold/Christian Stähler. Jasari/Orlob hatten in Steinau Vorschläge zur Erweiterung des dortigen Kindergartens um einen Sportraum und die Umgestaltung der Außenanlagen gemacht. Das Team Arnold/Stähler beschäftigten sich da-gegen mit dem geplanten Neubau eines Kindergartens auf einem dreieckigen Grundstück in Offenbach.
Ebenfalls zwei Preise vergab die Jury unter Vorsitz von Prof. Dipl.-Ing. Frank Dierks in der zweiten Preisgruppe. Hier erhielten die studentischen Teams Nicola Parlatore/ Andreas Trautmann und Melanie Hussi/ Diana Schuhmann jeweils 300 Euro. Parla-tore/Trautmann hatten sich dabei den Umbau der Kindertagesstätte in Wetzlar-Nauenheim vorgenommen. Hussi/Schuhmann erhielten den Preis für ihren Entwurf zum Umbau und der Erweiterung des Kindergartens in Bad Soden-Salmünster.
Gemeinsam auf den dritten Platz setzte die Jury die Entwürfe der Architekturstudentinnen Judith Böhl/Anne Fiedler/Claudia Palm sowie Karin Holzapfel/Petra Sieg. Während sich das erste Team mit der Erweiterung des Kindergartens in Erbach befasst hatte, machten Hozlapfel/Sieg Vorschläge zur Erweiterung des Kindergartens in Groß Bieberau. Beide Teams erhielten für ihre Entwürfe jeweils ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro.
Hintergrund für das Projekt „Sportkindergarten“ ist das Engagement des Landessportbundes Hessen, sich um die „Bewegungs-, Freizeit- und Er-holungsbelange der gesamten hessischen Bevölkerung zu kümmern“, so lsb h-Vizepräsidentin Svea Rojahn in Heppenheim. Der lsb h tue dies im Bereich „Sportinfrastruktur“ dabei in Kooperation mit seinen Partnern aus Sport, Wissenschaft und Wirtschaft. „Wir greifen Problemlagen auf, initiieren wie im vorliegenden Fall Modellprojekte und erarbeiten Orientierungsgrundlagen für die Praxis“, verdeutlichte Rojahn die Intentionen des lsb h.
Eine Reihe gesellschafts- und gesundheitspolitischer Problemstel-lungen, die sich gerade im Zusammenhang mit den veränderten Lebenswelten für Kinder, dem Zusammenhang von frühkindlicher Bewegung und geistiger sowie körperlicher Entwicklung und den mangelnden Angeboten und Räumen für Kinder ergeben haben, hätten den Landessportbund Hessen dazu gebracht, sich diesem Thema zu widmen.
„Durch die zunehmende Verdrängung von Bewegung aus dem Alltag wächst die Bedeutung von organisierten Bewegungsräumen. Der Kinder-garten ist die erste Stufe des Bildungssystems, in der organisierte Bewe-gung für alle Kinder angeboten werden kann“, bekräftigte der Geschäftsführer der Deutschen Sportjugend (DSJ), Martin Schönwandt. Darüber hinaus unterbreiteten natürlich auch die Sportvereine selbst vielfältige Angebote zur Bewegungsförderung und motorischen Grundlagenbildung bei Kindern und seien offen für Kooperationen mit Kindergärten und Schulen.
„Eine wesentliche Voraussetzung für die Verankerung von Bewegungsan-geboten im Kindergarten sind allerdings verfügbare Bewegungsräume, in denen Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben können. Diese müssen aber nicht nur sportgerecht, sondern auch kindgerecht gestaltet sein“ so Schönwandt. Der Wettbewerb des Landessportbundes Hessen sei deshalb ein wichtiger Baustein des Projektes „Sportkindergarten“.