15.05.04 Landessportbund Hessen: Heinz-Lindner-Ausstellung eröffnetVisionär des hessischen und bundesdeutschen SportsZur Erinnerung an den langjährigen Vorsitzenden des Landessportbundes Hessen Heinz Lindner (1946 – 1970) hat der Landessportbundes Hessen (lsb h) heute in der Sportschule in Frankfurt eine sehenswerte Ausstel-lung mit dem Titel „Heinz Lindner – Visionär im hessischen und bundesdeutschen Sport“ eröffnet. In einer Feierstunde würdigte dabei der Vorsitzende des Ausschusses Sport und Geschichte, Rolf Lutz, die besonderen Verdienste, die sich Heinz Lindner beim Aufbau des hessischen und des bundesdeutschen Sportes in der Nachkriegszeit erworben hat. Heinz Lindner, der in diesem Jahr einhundert Jahre alt geworden wäre, erhielt im Mai 1946 von den Verantwortlichkeiten der Militärregierung den Auftrag, nach entsprechenden Vorgesprächen zur Gründungsversammlung des einheitlichen Hessischen Sportverbandes einzuladen. Heinz Lindner gilt daher auch als der eigentliche Gründer des Landessportbundes. Zum Vorsitzenden Heinz Lindner durch die Vertreter der Sportverbände und der Sportbezirke, die es damals gab, in der Sitzung am 15. Juni 1946 gewählt. Diese Fakten werden in der Ausstellung anschaulich belegt. Seit mehreren Jahren hatte der zuständige Ausschuss „Sport und Geschichte“ die Grundlagen gesammelt und die Ausstellung konzipiert. Auf insgesamt dreißig großen Wandtafeln wird das Leben und Wirken von Heinz Lindner ausführlich dokumentiert. Rolf Lutz äußerte sich bei der Eröffnung optimistisch: „Wir haben uns bemüht, Heinz Lindner als Persönlichkeit und Vorbild zu würdigen. Glücklicherweise hat Lindner selbst die wichtigsten Dokumente, Briefe, Zeitungstexte aufbewahrt, auf die wir von Fall zu Fall zurückgreifen konnten.“ Rolf Lutz wies auch darauf hin, dass im Gegensatz zu den Dokumenten die persönlichen Exponate nur im geringen Maße zur Verfügung gestanden hätten. „Heinz Lindner hat seine Person nie in den Vordergrund gestellt und aus diesem Grunde persönliche Dinge nicht aufbewahrt. Dessen ungeachtet wird in der Ausstellung Sehenswertes präsentiert. So auch die 25 Kilo schwere Hantel, mit der sich Heinz Lindner täglich fit hielt, ein Sehrohr, das dem schwerkriegsgeschädigten die Sicht in die Ferne erlaubte und eine noch funktionstüchtige Stoppuhr, die Heinz Lindner schon bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin als Kampfrichter gute Dienste leistete. In seiner langen Zeit als Vorsitzender des Landessportbundes hat Lindner mit seiner guten alten Olympia-Schreibmaschine Tausende von Briefen selbst geschrieben. Kein Wunder , dass dieser Schreibmaschine in der Ausstellung eine zentrale Bedeutung zukommt. In der Ausstellung werden nicht nur die Verdienste Heinz Lindners im hessischen Sport gewürdigt. Thematisch wird auch seine Mitarbeit im bundesdeutschen Sport dokumentiert. Ausführlich recherchiert hat der Arbeitskreis auch Lindners sportliche Laufbahn in der Zeit zwischen 1924 und 1943 bis zu seiner Einberufung zum Militär. Darmstadt war damals eine leichtathletische Hochburg dank der vorzüglichen Trainingsarbeit von Heinz Lindner. Drei Leichtathleten, die damals dieser erfolgreichen Gruppe angehörten, waren bei der Eröffnungsfeier dabei. Sie alle schwärmen heute noch von „ihrem“ Heinz Lindner. „Er hat uns geprägt wie kein anderer. Er hat uns für das Leben vorbereitet. Wir sind dem Landessportbund sehr dankbar, dass mit der Ausstellung an das Wirken des unvergessenen Heinz Lindner erinnert wird!“
Heinz Lindner geboren am 15. Januar 1904, gestorben am 18. März 1982. Von 1946 bis 1970 bekleidete er das Amt des Präsidenten des Lan-dessportbundes Hessen.
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