Landessportbund

08.11.04

Landessportbund Hessen: Strategien zum Erhalt von Schwimmbädern

Erste Kooperationsveranstaltung in Frankfurt

„Unser aller gemeinsames Ziel kann nur der Erhalt eines flächendeckenden Schwimm(bad)angebotes sein“, so Svea Rojahn, Vizepräsidentin des Landessportbundes Hessen (lsb h) und zuständig für den Geschäftsbereich Sportinfrastruktur bei der Eröffnung des Seminars „Strategien zum Erhalt von Schwimmbädern“ am vergangenen Freitag in der lsb h-Sportschule in Frankfurt. Bei der ersten von drei Kooperationsveranstaltungen zum Thema Schwimmbaderhalt ging es den beteiligten Verbänden, dem Hessischen Schwimmverband, der DLRG - Landesverband Hessen und dem lsb h, um die Schaffung eines Forums für zukunftsfähige Lösungsalternativen.

Allen Beteiligten ist dabei klar, dass es aufgrund der finanziellen Probleme der Kommunen und des meist veralteten Schwimmbadbestandes eines verantwortungsvollen Handelns von Kommunen und des organisierten Sports bedarf. „Zu verhindern ist der Abbau von Angeboten und die damit verbundenen Einschnitte in die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung“ unterstrich Thomas Kittel vom Hessischen Schwimmverband.

Den über 70 Teilnehmern wurde ein breit gefächertes Seminarprogramm geboten, darunter Beiträge zu Planungs- und verschiedenen Betreiberkonzepten, die einen Abbau von Schwimmangeboten verhindern sollen. Der Sanierungsstau am Bestand wurde vom Architekturbüro Dr. Krieger aus dem nordrheinwestfälischen Velbert auf bundesweit rund 5,5 Mrd. Euro – rund 1.700 Bäder – geschätzt. Zusätzlich, so Christian Kuhn vom Architekturbüro, „würden aufgrund der engen finanziellen Ausstattung der Investoren gravierende Fehler bei der Planung von Bau- oder Sanierungsmaßnahmen durch das Sparen von sinnvollen Investitionen zu Lasten einer möglichen Reduzierung der Folgekosten gemacht“.

Den Betrieb sowie das Risiko auf eine privatwirtschaftlich geführte Gesellschaft oder einen Investor abzuwälzen ist eine Möglichkeit, Ausgaben zu reduzieren. „Ein privater Investor muss aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre aber nicht immer ein Rettungsanker sein“, ermahnte Roland Fahl, Vizepräsident des DLRG Landesverbandes Hessen die anwesenden Seminarteilnehmer. Wichtig ist, so Fahl, „dass Ausgaben reduziert werden können. Hier kann auch die DLRG einen Beitrag beispielsweise durch ökologische Sanierung sowie im Betrieb in der personellen Unterstützung in Spitzenzeiten liefern“.

Mit dieser Auftaktveranstaltung wurden die Grundlagen zur geplanten Seminarreihe im kommenden Jahr gelegt. Die Folgetermine am 18. März und am 7. November 2005 beschäftigen sich dabei zum einen mit dem Schwerpunkt kostensparender Maßnahmen / Sanierungen und zum anderen mit praktischen Beispielen unterschiedlichster nachhaltiger Lösungsmöglichkeiten sowie Finanzierungsalternativen. Mit dieser Initiative wollen die beteiligten Verbände die Chance nutzen, den Erhalt flächendeckender Schwimmangebote als dem bedeutendsten Sportangebot – so sagen es zumindest alle Sportentwicklungsplanungen – zu sichern.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Interessierte beim Geschäftsbereich Sportinfrastruktur des Landessportbundes Hessen, Michael Willig, Telefon 069/6789-416, e-mail: umwelt@lsbh.de

 


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