Landessportbund

31.08.05

Landessportbund Hessen zur Verschmelzung DSB/NOK

Zustimmung zur Fusion nur, wenn originäre Entscheidungskompetenz gewährleistet ist

Das Präsidium des Landesssportbundes Hessen (lsb h) unterstützt prinzipiell eine Fusion von DSB und NOK. „Allerdings werden wir dem im Juni in Hanau präsentierten Modell zur Fusion in der vorgelegten Form nicht zustimmen“, betonte lsb h–Präsident Dr. Rolf Müller nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt. Müller: „Wir befürchten zusammen mit allen 16 Landessportbünden, dass die Landessportbünde zur Bedeutungslosigkeit degradiert werden. Man erachte den geplanten Zusammenschluss durchaus als notwendig und sinnvoll, werde jedoch auf einer Regelung bestehen, die den Landessportbünden in ihren originären Bereichen die Entscheidungskompetenz sichere.

Umgekehrt stehe die Entscheidungshoheit der Olympischen Verbände in deren originären Angelegenheiten für den Landessportbund außer Frage. „Dies ist durch die IOC Charta so vorgegeben und es gibt keinen Grund, daran zu rütteln“, so Dr. Rolf Müller. Fragen, die außerhalb der olympischen Thematik stünden, müssten allerdings auch außerhalb dieser Ebene entschieden werden.

Als Kompromissformel für die nächsten Gespräche zwischen DSB, Spitzenverbänden, NOK und den Landessportbünden schlägt der lsb h da-her die Einrichtung eines Hauptausschusses, der sich in Form und Stimmverteilung am jetzigen DSB-Hauptausschuss orientiert, vor. „Wir begrüßen eine Fusion mit all ihren positiven Auswirkungen im Sinne schlankerer Strukturen und effizienterer Arbeit ausdrücklich. Wir stehen auch uneingeschränkt hinter der Zielsetzung der neuen Organisa-tion. Wir können und werden aber die Entscheidungskompetenz in unseren originären Angelegenheiten mit Sicherheit nicht aus der Hand geben“, erläuterte Müller den Präsidiumsentscheid.

Mit der Wiedereinrichtung eines Hauptausschusses, in dem andere Stimmverhältnisse Gültigkeit haben müssten als in der geplanten Bundesversammlung, könnte dies gewährleistet werden und der Weg zur Zustimmung des Landessportbundes Hessen wäre frei.

 

VON: RALF WÄCHTER


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