02.12.05 Landessportbund Hessen und Landesausschuss „Frauen im Sport“:„Runder Tisch“ gefordertWenn im kommenden Jahr anlässlich der Fußballweltmeisterschaft die Welt zu Gast bei Freunden in Hessen sein wird, erwarten Frauenverbände und –organisationen wie der Landesausschuss „Frauen im Sport“ (LA-FiS) des Landessportbundes Hessen (lsb h), das zehntausende von Frauen von kriminellen Schleuserbanden, Zuhältern und Bordellbesitzern in die Bundesrepublik zwangsverschleppt und zur Prostitution gezwungen werden. Vor diesem Hintergrund unterstützt der LA-FiS den Aufruf der Vorsitzenden des Bundesausschusses Frauen im Sport, Ilse Riddler-Melchers, die die für das Sicherheitskonzept zur FIFA-WM Verantwortlichen im Bundesinnenministerium aufgefordert hat, die Bekämpfung des Menschenhandels und der Zwangsprostitution als besondere menschenverachtende kriminelle Handlungen in das Sicherheitskonzept aufzunehmen. „Auch in Hessen, wo Frankfurt bekanntlich Austragungsort diverser WM-Spiele sein wird, sollten alle geeigneten präventiven und repressiven Mittel zur Bekämpfung dieser kriminellen Machenschaften ergriffen werden“, forderte die Vorsitzende des LA-FiS, Barbara Aff. Zusammen mit Aff regt lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller deshalb auf Landesebene einen sogenannten „Runden Tisch“ an. „An diesem sollten alle Expertinnen und Experten zusammenkommen, um im Hinblick auf diese Problematik über präventive Maßnahmen für den WM-Standort Frankfurt zu beraten“, so Müller. Zwangsprostitution und Menschenhandel seien beileibe keine Kavaliersdelikte. Hier gelte es, rechtzeitig im Vorfeld der WM deutliche Zeichen zu setzten.
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