12.11.05 Hauptausschuss des Landessportbundes Hessen:Resolution zur Fusion DSB/NOK: Hessen präzisiert den „Anforderungskatalog“Der Landessportbund Hessen bleibt bei seinem klar formulierten „Nein“ zu einer Fusion von DSB und NOK zu den derzeitigen Bedingungen. Auf ihrem Ordentlichen Hauptausschuss am Samstag, 12. November, haben die Delegierten des Landessportbundes ihre am 1. November verabschiedete Entschließung nunmehr in einer Resolution weiter präzisiert und anschließend verabschiedet. Die Resolution wurde ohne Gegenstimme bei lediglich zwei Stimmenthaltungen beschlossen.Im Mittelpunkt der Kritik aus Hessen stehen weiterhin Fragen der Stimmverteilung innerhalb der geplanten, neuen Sportorga-nisation, sowie finanzielle Fragen. Das Präsidium wurde somit durch den Hauptausschuss aufgefordert, der Auflösung des DSB nur dann zuzustimmen, wenn es im Satzungsentwurf zu substantiellen Verän-derungen kommt. Zuvor hatte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller auf die durch beharrliche Diskussion erzielten Erfolge in dieser Angelegenheit benannt. „Im Hinblick auf die Stimmverteilung ist uns bereits signalisiert worden, dass zumindest eine Sperrminorität für die Landessportbünde von 33,5 Prozent gewährleistet sein soll“. Müller wies aber nochmals auf die Finanzsituation des geplanten Zusammenschlusses hin. Hier müssten „eindeutige Zahlen präsentiert werden, die eine sichere Zukunft gewährleisten“. Müller: „Mit dieser Zukunft verbindet der Lan-dessportbund Hessen den Verzicht auf eine Beitragserhöhung seitens des DSB und den Verzicht auf Veränderungen in der Haushaltssystematik“. Hier die Resolution des Hauptausschusses im Wortlaut.
1. Der Stimmenanteil der Landessportbünde in der Mitgliederversammlung muss deutlich über einem Drittel der Gesamtstimmen liegen und ist damit insgesamt ausgewogener gegenüber den Fachverbänden zu gestalten. 2. Der gesamte Delegiertenschlüssel ist neu zu erarbeiten. 3. Die Delegierten sind an ein genau definiertes Delegationsprinzip zu binden. Die gewählten Delegierten sollten nicht mehr als bis zu drei Stimmen bündeln können, um in angemessenem Umfang weibliche Delegierte berücksichtigen zu können. 4. Das Stimmrecht der Verbände mit besonderer Aufgabenstellung ist zu überprüfen und sollte möglichst entfallen. 5. Das Stimmrecht der persönlichen Mitglieder, außer der durch die IOC-Charta bedingten persönlichen Mitgliedschaften hat zu entfallen; es ist zumindest sicher zu stellen, dass keine neuen persönlichen Mitglieder gewählt werden, so dass diese Gruppe mit der Zeit ausscheiden würde. 6. Das Präsidium darf in der Mitgliederversammlung kein Stimmrecht haben. 7. Die Zusammensetzung des Präsidiums ist zu verändern, so dass die gewählten Präsidiumsmitglieder die Mehrheit bilden. 8. Der Generaldirektor darf im Präsidium kein Stimmrecht haben. 9. Die Fusion muss auch genutzt werden, um zu einer Harmonisierung im Bereich der Verbände ohne internationale Anbindung zu kommen. 10. Das gesamte Übungsleiter- und Lizenzwesen ist zu vereinheitlichen und neu zu ordnen. 11. Die Mitglieder des Hauptausschusses erwarten eine solide Finanzplanung für die Jahre 2005 bis 2008 mit der die Risiken des Zusammenschlusses und möglicher anstehender Forderungen an die neue Dachorganisation ohne Beitragserhöhungen bzw. Veränderungen in der Haushaltssystematik abgesichert wird.
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