12.11.05 Hauptausschuss des Landessportbundes HessenStärkung der Vereine als oberste AufgabeDie Stärkung der 8.000 Mitgliedsvereine hat beim Landessportbund Hessen nach wie vor oberste Priorität. Das wurde auf dem Ordentlichen Hauptausschuss der Dachorganisation des Sports in Hessen am Samstag in Frankfurt deutlich. Mit einem einstimmigen Votum verabschiedeten die Delegierten hier die Haushaltspläne für das Jahr 2006. Der von lsb h-Finanzexperten Helmut Meister vorgelegte Haushaltsplan 2006 schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 28,88 Millionen Euro ausgeglichen ab.Welchen Stellenwert das Thema Vereinsförderung im Landessportbund inne hat, machte während der Tagung unter anderem Vizepräsident Rolf Hocke deutlich. 3.860 Sportvereine, das sind 48 mehr als im Vorjahr, erhalten 2005 Zuschüsse für die Beschäftigung von Übungsleitern. Konkret wurden an die Vereine 4,45 Millionen Euro, das ist eine Steigerung von 22.000 Euro, überwiesen. Die Zahl der lizenzierten Übungsleiter stieg um 221 auf nunmehr 20.812. Für Vereinsmanager wurden in 2005 34.625 Euro, für Jugendleiter 31.750 Euro angewiesen. Auch in diesen Bereichen wurde eine Steigerung erreicht. Besonders stolz ist Rolf Hocke auf die Tatsache, „dass wir die zusätzlichen Zuschüsse für Übungsleiter nicht über eine Absenkung des Stundensatzes von derzeit 1,25 Euro, sondern durch eine Kraftanstrengung und Einsparungen in anderen Haushaltsbereichen realisiert haben“. Dies vor dem Hintergrund, dass außerdem 209 Vereine Zuschüsse für die An-schaffung langlebiger Sportgeräte und für Baumaßnahmen in einer Gesamthöhe von 571.000 Euro erhielten. Positives berichtet auch Vizepräsidentein Svea Rojahn in Sachen Vereinsförderung. Seit 1998/99 wurden 912 Vereinsberatungen in Sachen Wasser, Heizung und Öko-Check durchgeführt. Vereine, die Heizungsanlagen modernisiert oder Maßnahmen zur Wassereinsaprung durchführten, wurden dabei mit 656.500 Euro unterstützt. Ein zuverlässiger Partner ist der Landessportbund Hessen auch weiterhin im Bereich (Nachwuchs-) Leistungssportförderung. So sind im Haushaltsplan 2006 215.000 Euro für das Landestrainerprogramm und 76.700 Euro für E-Kader-Maßnahmen der Verbände eingestellt. Überhaupt: In Sachen Leistungssport ist Hessen auf einem guten Weg, wie Präsidiumsmitglied Lutz Arndt verdeutlichte. Unter anderem machte Arndt diese Aussage an den Ergebnissen einer Analyse der Arbeit und des Erfolges der bundes-deutschen Olympiastützpunkte (OSP´s) fest. Der im Landessportbund Hessen beheimatete Olympiastützpunkt Frankfurt Rhein-Main wird in die-ser Analyse zur Gruppe der drei wichtigsten OSP´s in Deutschland gezählt. Aber auch in Sachen Breitensport braucht sich Hessen nicht zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Nicht nur, dass die hessischen Breitensportaktivitäten „zu mehr als 90 Prozent mit den Aktivitäten des Bundesvorstan-des übereinstimmen“, wie lsb h-Präsidiumsmitglied Ralf-Rainer Klatt dar-stellte. Hessen sei im Gegenteil in einigen Fälle sogar Vorreiter. So solle perspektivisch die in Hessen entwickelte Bezeichnung „Breitensport und Sportentwicklung“ mit den damit verbundenen Aufgabenstellungen bundesweit übernommen werden. Für die Sportjugend Hessen berichtet Vorsitzende Juliane Stoll nicht ohne Stolz vom zügigen Fortgang der Bauarbeiten am neuen Sport-, Natur- und Erlebniscamp am Edersee. Das Richtfest findet am 9. Dezember statt, die Einweihung ist für den 15. Juli 2006 geplant. Voran geht es auch in Sachen „Bildung aus einer Hand“. Die vor einem Jahr errichtete Koordinierungsstelle Bildung mit Vertretern des Bildungswerkes, der Sportjugend und des Landessportbundes Hessen arbeitet effizient. Perspektivisch sollen Bildungsmaßnahmen gebündelt, noch zielgruppengerechter ausgerichtet und unter Nutzung von Synergieeffekten angeboten werden, so Professor Dr. Heinz Zielinski.
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