Landessportbund

28.11.05

Fusion DSB/NOK - Dr. Rolf Müller zum Ergebnis des DSB-Hauptausschusses:

Stellung der Landessportbünde erheblich verbessert aber finanzielles Risiko noch immer nicht geklärt

„Wir haben hart dafür gekämpft und der Kampf hat sich gelohnt!“. Mit diesen Worten hat Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, das Abstimmungsergebnis zum Thema Stimmanteile der Landessport-bünde im geplanten „Deutschen Sport- und Olympiabund“ innerhalb des DSB- Hauptausschusses kommentiert.

Hessens Antrag, nach dem in der neuen Sportorganisation „der Stimmenanteil der Landessportbünde deutlich über einem Drittel der Gesamtstimmen liegen muss“, war am Samstag in Frankfurt mit überwältigender Mehrheit angenommen worden. „Mit der verabschiedeten Stimmverteilung ist die Stellung der Landessportbünde gegenüber den ursprünglichen Planungen erheblich verbessert worden“, freute sich Rolf Müller über den erfolgreichen Vorstoß des Landessportbundes Hessen.

Weniger erfreut wurde in Hessen demgegenüber die Darstellung der perspektivischen Finanzsituation des neuen Sportverbandes zur Kenntnis genommen. Der lsb h-Präsident: „Wenn den Delegierten des DSB-Hauptausschusses vor dem Hintergrund der großen finanziellen Unwägbarkeiten mit kaum fünf Minuten langen Stellungnahmen der DSB- und NOK-Schatzmeister ein rosa Bild der Zukunft gezeichnet wird, dann ist das dem Problem unangemessen“. Nach wie vor bestünden im Vermarktungsvertrag mit Burda, der ungeklärten Frage einer nicht unerheblichen Finanzspritze durch die Bundesregierung und einem möglichen Wegfall der Urheberrechte der olympischen Zeichen erhebliche Einnah-meausfallrisiken. „Von den Schadenersatzforderungen, die seitens der DDR-Dopingopfer auf das NOK zukommen könnten, wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden“, unterstrich Müller und erneuerte Hessens Forderung nach der Vorlage eines überzeugenden Konsolidierungspro-gramms und schlüssiger „Antworten auf die Fragen nach den wirtschaftlichen Risiken und Notwendigkeiten der Fusion.“

 


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