Landessportbund

26.10.05

Dr. Rolf Müller zur Fusion DSB/NOK:

Finanzsituation kritisch prüfen

Nach Auffassung des Präsidenten des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, rückt bei der geplanten Fusion von Deutschem Sportbund (DSB) und Nationalem Olympischen Komitee (NOK) die finanzielle Problematik immer mehr in den Vordergrund.

Nach einer Sitzung des „Beirates der Verbände im lsb h“ sagte Rolf Müller in Frankfurt am Main, sowohl die ungeklärten Entschädigungsforderungen der DDR-Dopingopfer an das NOK als auch die „problematische Finanzsituation des DSB“ enthielten große Risiken für den neuen Sport-Dachverband bei der Verschmelzung. „Angesichts der inhaltlichen und strukturellen Diskussionen der letzten Zeit ist die Abschätzung der wirt-schaftlichen und finanziellen Folgen einer Fusion vielleicht zu sehr in den Hintergrund getreten. Dies war sicher ein Fehler“, sagte der lsb h-Präsident.

Nach seiner Ansicht müsse vor allem der DSB erhebliche Konsolidierungsanstrengungen unternehmen, die es danach auch möglicherweise Dritten erlaube, die notwendige Absicherung der Finanzrisiken zu unterstützen.

In diesen Zusammenhang sei es interessant, dass es im NOK Stimmen gäbe, die auf einer weitergehenden Verschmelzungsprüfung bestünden. Rolf Müller erhofft sich auf dem außerordentlichen Hauptausschuss des DSB am 19. November 2005 weiterreichende Informationen zu dieser Problematik.

 


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