26.09.05 Landessportbund Hessen: „Lassen uns nicht unter Druck setzenAußerordentlicher Hauptausschuss wird Verschmelzung DSB/NOK diskutierenDer Landessportbund Hessen (lsb h) wird in einem außerordentlichen Hauptausschuss am Dienstag, 1. November 2005, über die geplante Fusion des Deutschen Sportbundes (DSB) und des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) diskutieren. Wie lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller mitteilte, sollen die 37 Sportkreise, 53 Sportfachverbände und 11 Anschlussorganisationen sowohl über den aktuellen Sachstand dieser historischen Entscheidung informiert werden, als auch über eine Haltung des organisierten Sports in Hessen beraten.„Wir stehen der Fusion von DSB und NOK grundsätzlich positiv gegenüber. Auf keinen Fall aber werden wir unsere originäre Entscheidungs-kompetenz im Zusammenhang mit allen nicht olympischen Themen aus der Hand geben“, machte Müller nochmals deutlich. Der lsb h-Präsident kritisierte in diesem Zusammenhang erneut das Procedere des Fusionsprozesses. Müller wörtlich: „Bis heute hat es keine gemeinsame Beratung aller Mitgliedsorganisationen des Deutschen Sportbundes zu den Zielen und Perspektiven des Fusionsprozesses gegeben. Dies ist bislang auch nicht vorgesehen. Vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung des anstehenden, revolutionären Umbruchs des deutschen Sportsystems müssen alle Beteiligten dringend und zeitnah an einen Tisch. Nur so lassen sich Missverständnisse ausräumen und einvernehmliche Lösungen finden“. Den Landessportbünden zu unterstellen sie führten ein „Scheingefecht“, sei der Sache alles andere als dienlich. Müller: „Der Sport im Land mit seinen Aufgabenstellungen, seiner Entwicklung und vor allem seinen positiven Auswirkungen findet nahezu ausschließlich in den Mitgliedsvereinen und damit in den Landessportbünden statt. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen, sondern entscheiden als Landessportbünde sehr auto-nom und selbstbewusst über die Frage, ob in der neuen Organisation auch die Rolle der LSB´s angemessen berücksichtigt wird“.
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