Landessportbund

28.09.05

Zusammenschluss DSB/NOK:

Landessportbund Hessen lehnt Fusion bei Stimmenmehrheit der Spitzenverbände ab

„Ein Zusammenschluss, in dem in allen Belangen die alleinige Stimmenmehrheit bei den 29 olympischen Sportverbänden liegt, wird vom Landessportbund Hessen (lsb h) nicht mitgetragen“.

Mit dieser klaren Aussage hat der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, die Aussagen des IOC-Präsidenten Jacques Rogge kommentiert. Der hatte in Frankfurt vor „Spitzenvertretern“ des deutschen Sports auf die Statuten der Olympischen Charta hingewiesen, die bei einer Fusion von NOK und DSB die Stimmenmajorität bei den Spitzenverbänden ansiedelt.

„Wenn die Charta tatsächlich so ausgelegt wird, wie Herr Rogge das gestern dargestellt hat, könnte das der KO-Schlag für das viele Jahrzehnte überaus bewährte System des organisierten Sports in Deutschland sein“, befürchtet Dr. Müller.

Der Landessportbund Hessen wird in einem außerordentlichen Hauptausschuss am 1. November in Frankfurt über den geplanten Zusammenschluss von DSB und NOK diskutieren. Generell, so der lsb h-Präsident, stehe der lsb h dem Fusionsgedanken weiterhin positiv gegenüber. „Dabei reißen wir keine Gräben auf, wo keine Gräben sind, wie IOC-Mitglied Dr. Thomas Bach vermutet. Wir tragen vielmehr den Interessen unserer Mitglieder, in Hessen sind das 8.000 Vereine mit fast 2,1 Millionen Sportlerinnen und Sportler, Rechnung“, so Müller abschließend.

 


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