Landessportbund

13.05.06

Hauptauschuss des Landessportbundes Hessen

Hilfe für Sportvereine aktueller denn je

Der Landessportbund Hessen ist im 60. Jahr seines Bestehens gut aufgestellt. Die Dachorganisation des Sports in Hessen zählt sechs Jahrzehnte nach ihrer Gründung etwa 2,1 Millionen Mitglieder in knapp 8.000 Sportvereinen. Sportbildungsstätten in Frankfurt, Wetzlar, auf dem Sensenstein bei Kassel und am Edersee bieten eine adaequate Infrastruktur. Ein in Einnahmen und Ausgaben in Höhe von fast 29 Millionen Euro ausgeglichen abgeschlossener und vom Hauptausschuss so verabschiedeter Haushalt war auch im Jahr 2005 die Grundlage dazu und für eine umfassende Förderung der Mitgliedsvereine sowie den Erhalt und die Weiterentwicklung der Strukturen des Sports.

“Der Sport versteht sich nicht als gesellschaftliche Macht, sondern vielmehr als gesellschaftliche Kraft”, positionierte Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes, den Sport in seinem Jubiläumsjahr. Auf viele, sich heute immer deutlicher abzeichnende, gesellschaftliche Probleme reagiere der Sport schon lange und trage damit einen erheblichen Teil zu möglichen Lösungen bei. „Keine gesellschaftliche Kraft erbringt solche Integrationsleistungen wie der Sport“, machte Müller mit Blick auf unzählige Projekte der Sportjugend im Landessportbund Hessen und der täglichen Vereinsarbeit vor Ort deutlich.

Den weit über 100 Delegierten des Hauptausschusses aus ganz Hessen empfahl er, ebenso wie den in den Vereinen ehrenamtlich tätigen Menschen, mehr Selbstbewusstsein an den Tag zu legen. „Ehrenamt ist mehr als nur die Spardose der öffentlichen Hand“, so der lsb h-Präsident, der die Vereine zur Mitwirkung beispielsweise an den Angeboten der Ganztagsschulen aufforderte. Zudem werde der demografische Wandel mit einer multikulturellen Gesellschaft immer älter werdender Menschen mit großem Frauenanteil und immer dickerer und unbeweglicherer Kinder dem Sport noch größere Aufgabenfelder im Bereich Gesundheit und Integration zuweisen.

Die Vereine vor Ort in diesen Aufgaben zu unterstützen, ist weiterhin höchstes Anliegen des Landessportbundes Hessen. So sind im Haushalt 4,5 Millionen Euro für die Übungsleiterförderung vorgesehen. Derzeit werden 4.000 diesbezügliche gestellte Anträge abgearbeitet; die Fördersumme von 1,25 Euro pro gehaltener Übungsstunde wird dabei angestrebt.

In den nächsten Tagen wird der Landessportbund Hessen wei-terhin Mittel in Höhe von 600.000 Euro als Zuschüsse für Baumaßnahmen und langlebige Sportgeräte bewilligen. Die Zuschusssumme war von Sportvereinen im letzten Quartal 2005 beantragt worden.

Die Hilfe für Vereine, und das wurde abschließend aus Müllers Ausführungen deutlich, zieht sich seit der Gründung des Landessportbundes Hessen im Mai 1946 wie ein roter Faden als prioritäre Aufgabe durch die Geschichte der Sportorganisation. Die Hilfe zur Selbsthilfe fungierte dabei als Leitgedanke. Eine Devise, die heute mehr denn je gilt und von Hessens Sportvereinen Tag für Tag vor Ort umgesetzt wird.

 

VON: RALF WÄCHTER


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