Landessportbund

11.10.06

Bundesweit einmalige Gesundheitsaktion:

Landessportbund Hessen und Ärzteschaft setzen auf „Rezept“ für Bewegung

Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Alkohol, Stress – mit der Gesundheit vieler Menschen ist es nicht zum Besten bestellt. Dabei lassen sich viele gesundheitliche Probleme mit ein wenig mehr Bewusstsein für den Körper, mit ein wenig mehr Bewegung, lösen. Der Landessportbund Hessen (lsb h) hat dazu jetzt gemeinsam mit der Landesärztekammer Hessen, der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, dem Gesundheitsnetz Nordhessen e.V. / GNN in Nordhessen ein bundesweit einmaliges Modellprojekt gestartet. Ab sofort verschreiben niedergelassene Mediziner in Stadt und Landkreis Kassel ein „Rezept“ für Bewegung

Mit dem in grün gehaltenen „Rezept“, das in Form und Gestaltung einem normalen Rezept ähnelt, können Ärzte ihren Patienten Vereine empfehlen, in denen beispielsweise Herzkreislauftraining, Kurse zur Stärkung des Muskelskelettsystems, zur Entspannung oder Stressbewältigung angeboten werden. Den teilnehmenden Ärzten liegt hierzu ein Wegweiser mit Hinweisen auf geeignete Vereine im Umfeld der jeweiligen Praxen vor.

Die Vereinsangebote als solche sind von lsb h und Ärztekammer streng auf Qualität geprüft worden. Neben dem qualitativen Vorteil ergibt sich für die Kursbesucher dadurch auch ein positiver, finanzieller Aspekt: die Krankenkassen erstatten die Kurskosten.

Das „Rezept“ für Bewegung ist, soviel zum Hintergrund, das Herzstück der neuen Kampagne „Stadt und Landkreis Kassel werden fit. Machen Sie mit!“ des Landessportbundes Hessen.

Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen: „Wir verbinden mit dem neuen ,Rezept´ für Bewegung und mit der Kooperation mit den Partnern die Hoffnung, dass dadurch die eine oder andere Pille ersetzt werden kann. Wir bieten mit dem vielfältigen Angebot in unseren Sportvereinen eine „Medizin“ ohne Risiken aber mit positiven Nebenwirkungen für die Gesundheit“. Eine Auffassung, die Professor Dr. Dr. Winfried Banzer, Gesundheitsbeauftragter des Landessportbundes Hessen und des DOSB, bestätigte. Banzer: „Wenn schon Kleinkinder an Zivilisationskrankheiten leiden, dann ist das ein mehr als bedenkliches Signal. Wir müsse präventiv anfangen. Mit Bewegung lässt sich vieles verbessern.“

Auch die Vorstandsvorsitzende der KV Hessen, Dr. med. Margita Bert, betont die Innovationskraft der Idee und die präventive Bedeutung regelmäßiger sportlicher Betätigung: „Sport unter ärztlicher Betreuung wird mit Sicherheit dazu führen, dass weit verbreiteten Volkskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen sinnvoll vorgebeugt werden kann. Aber: Die Aktion ist auf Langzeit ausgerichtet. Die Menschen müssen ihr Bewegungsverhalten langfristig und dauerhaft ändern.“

Ralf-Rainer Klatt, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes Hessen für Breitensport und Sportentwicklung betonte die Rolle der Ärzte im Zusammenhang mit dem ,Rezept` für Bewegung. Klatt: „Der Weg der Patienten über die Ärzteschaft in die Sportvereine und damit hin zu mehr Bewegung ist fruchtbar. Wir hoffen seitens des Sport, dass Patienten damit Spaß an der Bewegung finden und im Verein dauerhaft Gutes für ihre Gesundheit tun“.

Dr. Uwe Popert von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen: „Sport hilft nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele. Täglich eine halbe Stunde Bewegung hilft mehr, als die besten Medikamente gegen Depressionen und Ängste“.

Ein Standpunkt, den Dr. Klaus Meyer, Vorstand des Gesundheitsnetz Nordhessen e.V. teilt: „Die Ärzteschaft wird auf die vielfältigen, positiven Aspekte der Bewegung hinweisen. Wir stehen fest hinter der neuen Kooperation und dem ´Bewegungsrezept`.“

Auch seitens der Landesärztekammer wurde die Aktion überaus positiv aufgenommen. Vorsitzende Dr. Urula Stüwe: „Wir würden uns freuen, wenn die Aktion auch in Südhessen greifen würde. Wir stehen ebenfalls hinter der Aktion“.

Der Wegweiser für Gesundheit und Bewegung ist sowohl in Arztpraxen als auch in der Außenstelle des Landessportbundes Hessen in Kassel unter der Telefonnummer 0561/7394660 zu bestellen. Hier kann man auch erfahren, welche Ärzte das „Rezept“ für Bewegung verschreiben. Zudem stehen in der lsb h-Außenstelle Dr. Andrea Fröhlich und Franciska Bachmann für weiter gehende Informationen und Beratung zur Verfügung.

 

 

Hinweis für die Redaktionen: Fotos zur Veranstaltungen können unter www.sport-in-hessen.de (Button Pressemitteilungen) herunter geladen werden.

 

Bildunterschrift Bewegungsrezept1:

Stellten in Kassel das ,Rezept` für Bewegung vor: Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, Dr. Uwe Popert, Dr. Ursula Stüwe, Ralf-Rainer Klatt, Dr. Klaus Meyer und Dr. Rolf Müller.(von links)


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