XXIV. Ordentlicher Sportbundtag des Landessportbundes Hessen
Präsidium um Dr. Rolf Müller im Amt bestätigt
Der Landessportbund Hessen setzt auf personelle Kontinuität. Auf dem XXIV. Ordentlichen Sportbundtag wurde Dr. Rolf Müller für eine weitere Amtsperiode als Präsident an die Spitze der Dachorganisation des Sports in Hessen gewählt. Neben Dr. Müller bestätigten die 239 Delegierten aus ganz Hessen mit zumeist einstimmigen Voten auch die weiteren bisherigen Präsidiumsmitglieder. Damit blieben Svea Rojahn, zuständig für den Bereich Sportinfrastuktur und Rolf Hocke, verantwortlich für Vereinsförderung, Vizepräsidenten. Helmut Meister (Schlüchtern) ist weiterhin für Finanzmanagement, Dieter Hochgesand (Dietzenbach) für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zuständig.
Der Bereich Leistungssport wird, wie gehabt, von Lutz Arndt (Frankfurt) verantwortet. Ralf-Rainer Klatt (Griesheim/Darmstadt) ist auch künftig für Breitenssport und Sportentwicklung, Prof. Dr. Heinz Zielinski (Linden) für Bildung und Personalentwicklung zuständig. Dr. Dipl. Ingenieur Juliane Stoll (Fernwald) vertritt nach wie vor die Interessen der Kinder und Jugendlichen im Sport.
Unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ diskutierten die Delegierten der mit knapp 2,1 Millionen Mitgliedern größten Personenvereinigung Hessen Eckpunkte perspektivischen Handelns. Sorgen bereitet dem organisierten Sport dabei ebenso eine mögliche Liberalisierung des Sportwettenmarkts wie die abnehmende Wertschätzung des Ehrenamts. „Jugendschutz, die Verhinderung von Geldwäsche und die Bekämpfung der Spielsucht sind nicht nur überzeugende Gründe für das Staatsmonopol, sondern sie decken sich auch mit den Ur-Idealen des Sports“, stellte Dr. Müller einmal mehr klar. Und den Initiativen des wissenschaftlichen Beirats des Bundesfinanzministerium, „auf der Suche nach neuen Einnahmequellen für den Staat das Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht möglichst ehrenamtsfeindlich zu gestalten“, erteilte Müller ebenso eine deutliche Absage.
Der Landessportbund als solcher rüstet sich mit einer Vielzahl von Maßnahmen für die Herausforderungen der Zukunft. Bestes Beispiel dafür: Das in Frankfurt vorgestellte Internetportal für Bildungsangebote im Sport. Unter www.sport-in-hessen.de ist ab sofort ein Bildungsportal zu erreichen, im dem bereits mit dem Startschuss 800 Angebote im Bereich Aus-, Fort- und Weiterbildung etc. im Bereich Erwachsene, Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen. Das Portal ist zudem über die Adressen www.sportjugend-hessen.de und www. sport-erlebnisse.de zu erreichen.
Gleichzeitig wurde für Hessens Sportvereine eine Software zum Thema Vereinsanalyse/Mitgliederorientierung vorgestellt.
Das Augenmerk des Landessportbundes bleibt weiterhin auf das Thema Integration gerichtet. Die umfassenden Aktivitäten des Sports in diesem Bereich sind in der jüngeren Vergangenheit durch das Projekt „START“, ein Projekt zur Einbindung muslimischer Frauen und Mädchen in den Sport, erneut bundesweit in den Blickpunkt gerückt.
Weniger erfreulich stellt sich demgegenüber das Thema Doping dar. Der Sport sei stark genug, den Kampf gegen das im höchsten Maße unfaire wie gesundheitsschädliche Doping aufzunehmen, so Dr. Müller. Bei der Verfolgung der „Hintermänner des Dopings“ ist freilich der Staat gefragt. „Hier ist der Arm des Sports zu kurz. Die Doping-Mafia im Hintergrund der Athleten muss vom Staat zerschlagen werden“, sagte DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, Gast des Sportbundtages, in Frankfurt.
Mit Sorge betrachtet der Landessportbund auch die Reduzierung des Stundenkontingents der Schulsportkoordinatoren. Dagegen habe man sich bereits mit einem „Brandbrief“ an das Kultusministerium gewandt. In Zeiten, in denen schon Kinder zunehmend an Übergewicht leiden und zunehmend unbeweglicher werden, eine verständliche Haltung. Denn Zukunft und Gesundheit stehen in unmittelbarem Zusammenhang.
Bildunterschrift:
Das neue „alte“ Präsidium des Landessportbundes Hessen. Von links: Ralf-Rainer Klatt (Breitensport und Sportentwicklung), Helmut Meister (Finanzmanagement), Svea Rojahn (Sportinfrastruktur, Vizepräsidentin), Dr. Rolf Müller (Präsident), Dr. Juliane Stoll (Vorsitzende Sportjugend Hessen), Rolf Hocke (Vereinsförderung, Vizepräsident), Prof. Dr. Heinz Zielinksi (Bildung und Personalentwicklung), Dieter Hochgesand (Öffentlichkeitsarbeit und Marketing) und Lutz Arndt (Leistungssport)