Landessportbund

11.09.06

Honorar-Verträge der ARD mit Spitzensportlern

Lsb h-Präsident fordert größere Transparenz

Der Präsident des Landessportbundes Hessen (lsb h), Dr. Rolf Müller, hat eine größere Transparenz über Honorar-Verträge der ARD mit Spitzensportlern gefordert. Als negatives Beispiel, das in seinen Dimensionen lange verschleiert worden sei, nannte der lsb h-Chef den lukrativen Honorar-Vertrag der ARD mit dem unter Doping-Verdacht stehenden Rad-Profi Jan Ullrich und auch mit dessen Kollegen Erik Zabel.

Rolf Müller, der Mitglied des Rundfunkrats beim Hessischen Rundfunk ist, sagte, er hoffe, dass diese Verträge eine Ausnahme und nicht die Spitze eines Eisbergs darstellten.

Unabhängig von der Frage, warum die ARD bestimmten Sport-Profis solch lukrative Verträge andiene und welche Ziele damit verfolgt wurden, stelle sich die weitergehende Frage nach einer „in manchen Fällen häufig sehr großen Nähe“ von Sport-Moderatoren in den elektronischen Medien zu Sport-Stars. Es dürfe nicht der Verdacht aufkommen, dass es eine lukrative Kameraderie zwischen Fernsehverantwortlichen und ausgewählten Spitzensportlern gebe. Aus diesem Grund sei dringend über eine Offenlegungspflicht für solche Verträge zu diskutieren.


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