Landessportbund

20.02.07

Bundesregierung plant Anhebung des Übungsleiterfreibetrags

Dr. Rolf Müller: Wichtiger Schritt zu mehr Anerkennung ehrenamtlichen Engagements

Als einen richtigen Schritt hin zu mehr Anerkennung ehrenamtlichen Engagements hat der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, die Pläne der Bundesregierung zur Anhebung des Übungsleiterfreibetrages bezeichnet. In dem vom Bundeskabinett jetzt beschlossenen „Gesetzentwurf zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ ist vorgesehen, den Freibetrag von derzeit 1848 auf 2100 Euro im Kalenderjahr zu erhöhen.

„Unsere Gesellschaft ist ohne den organisierten Sport, ohne den Sportverein, nicht vorstellbar. Und ein Sportbetrieb in der bekannten Qualität lässt sich ohne die ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Übungsleiter  nicht aufrecht erhalten“, so Rolf Müller.

Die „Kehrtwende“ der Regierung zur Position des „Wissenschaftlichen Beirates“ im Bundesfinanzministerium, der im vergangenen Jahr gar  die Abschaffung der Übungsleiterpauschale gefordert hatte zeige, dass man sich „sehr wohl über die Bedeutung und Stellenwert des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft bewusst ist“, erklärte Dr. Müller. So gestalteten in den knapp 8.000 Sportvereinen des Landessportbundes Hessen derzeit 21.000 lizenzierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter pro Jahr über 3,6 Millionen Sportstunden.

„Wir als Landessportbund unterstützten die Vereine, in denen Übungsleiter arbeiten, mit insgesamt 4,4 Millionen Euro im Jahr. Dies entspricht einem Anerkennungsbeitrag von 1,23 Euro pro Stunde. Wenn man bedenkt, wie viel Zeit in die Vor- und Nachbereitung der Sportstunden fließt und dass die Übungsleiter oft Kosten für Ausrüstung, Lehrmaterial und andere Dinge aus der eigenen Tasche bezahlen, war eine Erhöhung der Übungsleiterpauschale lange überfällig“, freut sich der Präsident des Landessportbundes über den Kabinettsentwurf. Der Landessportbund als solcher, so Müller abschließend, „wird auch in Zukunft mit qualifizierten Bildungsangeboten und finanziellen Hilfen die Arbeit der Übungsleiterinnen und Übungsleiter unterstützen“.

VON: RALF WÄCHTER


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