Neue Partner in der „Allianz für Sport und Umwelt“
Hessische Landesregierung und Landessportbund Hessen unterzeichnen Kooperationsvertrag in Frankfurt
„Die Verwendung von Holz bei der Errichtung von Sportbauten unterstützt die Bemühungen der Hessischen Landesregierung um einen wirksamen Klimaschutz“ erklärte heute der hessische Umwelt- und Forstminister Wilhelm Dietzel anlässlich der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landessportbund Hessen und dem Landesbetrieb Hessen-Forst über gemeinsame Aktivitäten zur Förderung der Holzverwendung.
„Gemeinsames Ziel ist es, die Verwendung von Holz im Sportstättenbau und bei der Energieversorgung nachhaltig zu fördern. Auch bei Sportveranstaltungen im hessischen Wald soll zukünftig noch enger zusammengearbeitet werden“, betonten Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebes Hessen-Forst, und die Vizepräsidentin des Landesportbundes Hessen, Svea Rojahn.
Die Unterzeichnung dieses Kooperationsabkommens sei deshalb aus landespolitischer Sicht ausdrücklich zu begrüßen. „Ich sehe in der Vereinbarung einen wichtigen Baustein in der von der Landesregierung propagierten Allianz ‚Sport und Umwelt’ und betrachte die Vereinbarung deshalb auch als ein ebenso bemerkenswertes wie modellhaftes Beispiel kooperativer Umweltpolitik“, sagte Wilhelm Dietzel.
Wenn heute von Klimaschutz gesprochen werde, seien damit untrennbar auch die Begriffe Energieeffizienz und nachwachsende Rohstoffe verbunden. Holz spiele dabei sowohl in seiner Eigenschaft als energetische, wie auch als stoffliche Rohstoffquelle eine herausragende Rolle. Holz erfülle als Baustoff alle Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Belastbarkeit und Ästhetik. Außerdem sei seine Ökobilanz durch die Bindung des Treibhausgases Kohlendioxyd als CO2-Senke hervorragend. Fachgerechter Holzbau erfülle zudem alle Anforderungen der Standsicherheit, des Wärme- und Feuchteschutzes, des Schallschutzes und des Brandschutzes.
Bei der Errichtung von Sportbauten oder Sportanlagen – in der Regel Vorhaben der öffentlichen Hand - sind besonders vielfältige und auch architektonisch reizvolle Möglichkeiten gegeben, den Rohstoff Holz einzusetzen. Wenn dabei zusätzlich auch noch alle Maßnahmen zur Wärmedämmung und Energieeinsparung genutzt und für die Beheizung der Gebäude umweltschonende Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen eingesetzt werden, sind wir dem Idealbild umweltschonenden Bauens einen großen Schritt näher gekommen, so Minister Dietzel.
Der Minister wies darauf hin, dass sich das Land bereits seit einigen Jahren intensiv darum bemühe, die Verwendung von Holz im Hochbau weiter zu steigern, obwohl Hessen bei den überwiegend aus Holz errichteten Gebäuden bereits jetzt mit einer deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegenden Quote von 18,7 Prozent (im Eigenheimbereich sogar bei 20 Prozent) bundesweit im vorderen Drittel liegt.
Ein wesentliches Element der seitherigen Förderkampagne sei der Holzbaupreis Hessen, der in mehrjährigem Rhythmus für überwiegend mit dem Bau- und Werkstoff Holz erstellte Bauten ausgelobt und vom Hessischen Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Landesbeirat Holz Hessen e.V. und dem Holzabsatzfonds vergeben werde. Leistungen im modernen Holzbau sollen mit dieser in der Öffentlichkeit viel beachteten Auszeichnung stärker sichtbar gemacht und die positiven Aspekte des Werkstoffs Holz herausgestellt werden. Gleichzeitig soll den Entscheidungsträgern mehr Mut zum Bau von Gebäuden in Holzbauweise gemacht werden.
„Die hessischen Wälder sollen selbstverständlich auch ein wichtiger Erlebnisraum für sportliche Aktivitäten sein und damit zur Gesunderhaltung der Menschen beitragen. Wir freuen uns über jeden Sportler, der im Wald durchatmet“, bekräftigte Michael Gerst und weiter: „Hessen-Forst hat mit seiner jetzigen Regelung zu ‚Veranstaltungen im Wald’ eine für alle hessischen Forstämter gültige Grundlage im Sinne einer guten Kooperation geschaffen. Danach sind Sportveranstaltungen im hessischen Wald weiterhin grundsätzlich kostenfrei. Lediglich bei kommerziellen Veranstaltungen müssen wir die Veranstalter mit einem geringen Beitrag an unseren Kosten beteiligen“.
„Außerdem wollen wir sportbegeisterte Waldbesucher für den schonenden Umgang mit der Natur, aber auch für die im Rahmen einer ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung notwendigen Einschränkungen sensibilisieren. In diesem Zusammenhang stellt die Kooperationsvereinbarung eine Übereinkunft dar, die auf gegenseitige Rücksichtnahme zielt“, betonte Svea Rojahn.
„Der in der Kooperationsvereinbarung vorgesehene, regelmäßige Gedankenaustausch, die Teilnahme an gemeinsamen Veranstaltungen sowie das Angebot von entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen werden unsere Zusammenarbeit stärken“, so Wilhelm Dietzel, Michael Gerst und Svea Rojahn abschließend.
Im Bild: links Michael Gerst Betriebsleiter Hessenforst, Svea Rojahn, Vizepräsidentin, Landessportbund Hessen e.V., Staatsminister Dietzel. (Übergabe des unterzeichneten Kooperationsabkommens zw. Landessportbund Hessen und Hessen-Forst.