17.05.08 Große Ausstellung und Begleitbroschüre:50 Jahre Sportschule und Bildungsstätte des Landessportbundes HessenMit einer umfassenden Ausstellung und einer gleichzeitig herausgegebenen Begleitbroschüre hat der Landessportbund Hessen (lsb h) jetzt das 50-jährige Bestehen seiner Sportschule im Frankfurter Stadtwald gefeiert. Dabei werden auf 26 großformatigen Ausstellungstafeln die Anfänge und Entwicklung der größten und bedeutendsten Bildungsstätte des Sports in Hessen ebenso dargestellt, wie die gegenwärtige Situation und Perspektiven. Mentor der Ausstellung, die noch bis Sonntag, 1. Juni, im Foyer der Sportschule in der Otto-Fleck-Schneise 4 zu sehen ist, ist der Leiter des Arbeitskreises Sport und Geschichte des Landessportbundes Hessen, Rolf Lutz.Die Zahlen sprechen für sich: 8.000 Tagungen, Lehrgänge und Konferenzen, 35.000 Übernachtungen, 150.000 externe Gäste und etwa 110.000 Mahlzeiten im Sportrestaurant weist die Bilanz der Sportschule heute pro Jahr aus. Zahlen, an die die Initiatoren der zentralen Bildungsstätte des Sports in Hessen vor gut sechs Jahrzehnten nicht in ihren kühnsten Träumen gedacht haben dürften. Die Wurzeln der „Bundessportschule“ reichen tatsächlich in das Jahr 1948 zurück. Die damalige Vision von geeigneten Unterrichtsstätten für den hessischen Sport wurde im Juli 1949 auf dem Gelände des Frankfurter Waldstadions Realität. Die hier zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, das wurde schnell klar, waren freilich nur Provisorien. Neun Jahre später, 1958, war diese Zeit vorbei: Auf dem 20.000 Quadratmeter großen, von der Stadt Frankfurt in Erbpacht übernommenem Gelände, weihte der Landessportbund Hessen seine Sportschule ein. Mit ihrer großen Sporthalle, den Unterrichtsräumen und Übernachtungsmöglichkeiten avancierte die „Bundessportschule“ in kurzer Zeit zum Dreh- und Angelpunkt des Sports in Hessen. Aus dem ganzen Land reisten Vereinssportler zu den unterschiedlichsten Lehrgängen und Ausbildungen an. Erneut neun Jahre später, 1967, begann mit der Einweihung des Hallenbades ein weiterer Abschnitt in der Geschichte des organisierten Sports in Hessen. Für den Hessischen Schwimmverband, die Schwimmvereine im Frankfurter Raum und die Lehrgangsteilnehmer eröffneten sich neue Möglichkeiten. 1973 waren die Kapazitäten der Sportschule erschöpft. Der Bau einer zweiten großen Sporthalle, einer neuen Küche mit Restaurant sowie eines „Hochhauses“ mit zusätzlichen Unterkünften schaffte Abhilfe. 1976 wurde ein zweigeschossiges, später um zwei weitere Geschosse aufgestocktes Verwaltungsgebäude gebaut. Zwei Jahrzehnte später trug der Landessportbund den erneut gestiegenen Anforderungen, freilich auch den Abnutzungserscheinungen der Gebäude, Rechnung. 1997 wurde die sanierte, umgebaute und neuerlich vergrößerte Sportschule der Öffentlichkeit vorgestellt. 34 Millionen Mark hatten die Maßnahmen gekostet. Mit dem Abriss des alten und Bau eines neuen, modernen Schwimmbades in 1999 und dem 2005 eingeweihten Parkdeck fanden die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen zunächst ein Ende. Heute ist die Sportschule des Landessportbundes Hessen Ausbildungs- und Trainingsstätte zahlreicher (Spitzen-)Sportverbände des Landes. Der Olympiastützpunkt Hessen betreut hier bekannte und erfolgreiche Athletinnen und Athleten, Aus-, Fort- und Weiterbildungen gehören ebenso selbstverständlich zum Tagesablauf, wie Seminare und Kongresse. Heute wie vor 50 Jahren profitiert die Sportschule dabei von zwei entscheidenden Faktoren: Ihrer zentralen Lage mit Nähe zum Frankfurter Flughafen und Hauptbahnhof, sowie einem überaus engagierten hauptamtlichen und ehrenamtlichen „Team“. Gäste aus der ganzen Welt schätzen das moderne, (sport-)freundliche Ambiente der Sportschule, die längst zum Symbol der Einheit und Stärke des organisierten Sports in Hessen geworden ist. Die Entwicklung der Sportschule und Bildungsstätte des Landessportbundes Hessen „ist eine einmalige Erfolgsgeschichte, auf die alle im Sport in Hessen stolz sein können“, beendete lsb h-Historiker Rolf Lutz seinen Jubiläumsvortrag im Rahmen des Hauptausschusses des organisierten Sports. Eine Auffassung, die unzählige Menschen innerhalb und außerhalb Hessens teilen.
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